Persönlich
Die Sporks im Coop

Sophie Deck
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Ein Spork, auch Göffel genannt.

Ein Spork, auch Göffel genannt.

Marius Fellinger

Es gab eine Zeit, da war im Coop das Wegwerfbesteck fürs Zmittag gratis. Ich weiss noch, wie ich zum ersten Mal beim Herausgehen aus dem Vorstadt-Coop nach einer Gabel greifen wollte, jedoch keine vorfand. «Die kosten jetzt 30 Rappen», meinte die Kassiererin trocken.

Das Umgewöhnen war nicht leicht – nicht wegen der 30 Rappen, sondern weil ich nun bereits vor dem Bezahlen das Besteck vom Regal nehmen musste, was oft vergessen ging. Einmal ging ich ohne Besteck den ganzen Weg ins Büro. Ich ass dann Couscous mit einem Kaffeelöffel.

Das passiert mir nun nicht mehr und ich kann mich an den Vorteilen des Nicht-gratis-Bestecks erfreuen. Es ist aus rezyklierbarem Material und zerbricht weniger leicht. Besonders die sogenannten «Sporks», ein Griff mit einem Löffel vorne und einer Gabel hinten, sind praktisch.

Eines allerdings: Um an der Self-Checkout-Kasse eine Spork zu scannen, muss man immer die Verpackung umfalten, damit der Strich-Code zum Vorschein kommt. Und auf der Verpackung ist zwar eine Spork gezeichnet, öffnet man diese jedoch auf der Gabelseite, erscheint der Löffel. Das könnte man ja noch einmal überdenken – vor allem für die täglichen Coop-Gängerinnen.

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