Persönlich
Am Stammtisch

Die Coronaregeln sind gelockert, man kann sich auch wieder mal am Stammtisch treffen. Das heisst aber nicht, dass es dort auch locker zugeht.

Urs Moser
Urs Moser
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Die Steuerinitiative der Juso bewegt die Gemüter.

Die Steuerinitiative der Juso bewegt die Gemüter.

KEYSTONE

Wer die Tassen im Schrank einigermassen beisammen hat, ist geimpft. Die Fallzahlen halten sich in Grenzen, die Spitäler werden nicht überrannt. Kurz: Die Lage an der Coronafront bleibt vorderhand doch eher ruhig. Man kann es sich sogar wieder erlauben, sich zu kleinen Stammtischrunden zu treffen. Das ist schön.

Als es neulich so geschah, stand das Bier noch nicht auf dem Tisch, als mein Freund Kuno mit einer Tirade gegen die Initiative dieser Juso-Bande loslegte, von der noch keiner den Lebensunterhalt mit Arbeit im Schweisse seines Angesichts verdient hat. Wieder mal nur bei denen abkassieren, die sich den Allerwertesten aufreissen und es dabei zu etwas bringen. Er wolle aber dammisiech in einem Land leben, wo Einsatz belohnt statt Fleiss und Erfolg besteuert wird.

Ich widersprach Kuno nicht. Ich gab ihm nur den Rat, noch etwas an seiner Rhetorik zu feilen, denn: Misserfolg statt Erfolg besteuern gehe ja wahrscheinlich auch schlecht, dann wären die Staatskassen im Nu vollkommen leer und wir alle ganz übel dran. Fand ich.

Nun, was soll ich sagen: Die Freude über die Entspannung an der Corona­front war von kurzer Dauer. Kuno hat für alle bezahlt und ist gegangen, unsere nächste Stammtischrunde ist auf unbestimmte Zeit vertagt.

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