«Die Ausfinanzierung der Kasse wird voraussichtlich auf 100% erfolgen», schreibt Wanner als Präsident der Verwaltungskommission. Er verweist aber darauf, dass die Vorlage des Pensionskassengesetzes noch von Regierung und Kantonsrat zu behandeln ist. Die Beseitigung der Unterdeckung würde die öffentliche Hand rund 1 Milliarde Franken kosten (az Solothurner Zeitung berichtete).

Dem Jahresbericht der PKSO ist ferner zu entnehmen, dass 2011 insgesamt ein Aufwandüberschuss von 65,2 Million resultierte, gegenüber 12,3 Million Franken im Jahr 2010. Das Nettoergebnis aus dem versicherungstechnischen Teil betrug -68,3 Million Franken, während im Anlageteil Erträge von 5,6 Million. verbucht werden konnten. Die leicht positive Vermögensrendite von 0,4 Prozent wird im Branchenvergleich als gutes Ergebnis bezeichnet. Gut rentiert haben Obligationen (Ausland 5,6 Prozent, Inland 4 Prozent) und Immobilien mit 5 Prozent. Die Aktienmärkte (CH -8.0 Prozent, Ausland -6.3 Prozent, Emerging Markets -9.9 Prozent) machten aber die Immo- und Obligationenperformance fast ganz zunichte.

Das Geschäftsjahr 2011 war zudem geprägt von Zu- und Abgängen von Destinatärsgruppen. Einerseits sind die aktiv Versicherten Angestellten der Fachhochschule in die Pensionskasse des Kantons Basel-Landschaft übergetreten, anderseits hat die PKSO die Destinatäre des Bürgerspitals Solothurn und der Bürgergemeinde Solothurn übernommen. (at)