Es war kein einfaches Jahr für die Pensionskasse: 2015 erschwerten sowohl die Einführung von Negativzinsen als auch die Aufhebung der Euro-Untergrenze die Geschäftsgänge. Man habe es aber geschafft, keinen Franken Negativzinsen zahlen zu müssen, bemerkte an der Medienkonferenz vom Montag Alois Müller, Präsident des Anlageausschusses.

Als «grosse Herausforderung bezeichnete er es, die 700 Mio. Franken anzulegen, die der Kanton im Rahmen der PK-Sanierung 2015 in vier Tranchen überwiesen hat. Ende Jahr betrug der Deckungsgrad 103,2 Prozent. Die Kasse erreichte eine Performance von 1,22 Prozent. Das lag über der Benchmark von 1,08 Prozent. «Das Ergebnis war relativ betrachtet sehr gut. Absolut betrachtet sind wir aber unter der Sollrendite», so Müller.

Letztere liegt bei 2,6 Prozent. Seit 2003 habe die Kasse allerdings eine Performance von durchschnittlich 3,8 Prozent erreicht, führte Müller aus. In den vergangenen fünf Jahren waren es gar 5,2 Prozent;. «Es wird aber sehr anspruchsvoll, die Sollrendite zu erreichen», blickte Müller in die (un)mittelbare Zukunft.

Die Verwaltungskosten der Kasse seien mit 144 Franken pro Destinatär tief, hielten die Verantwortlichen fest. Eine Swisscanto-Studie beziffere bei öffentlich-rechtlichen Pensionskassen 241 Franken als Durchschnitt.

Die Kasse zählt 11'579 Aktiv-Versicherte und 5225 Rentenbezüger. Sie zahlte 2015 174 Mio. Franken Rentenbeiträge aus. Der Umwandlungssatz beträgt 6,14 Prozent. Per 1.1. 2017 soll er um 0,12 Prozent gesenkt werden.

Zu der nicht nur schmeichelhaften Analyse, die ein Gutachter am Samstag in dieser Zeitung vorgenommen hat, wollten die Verantwortlichen keine Stellung nehmen. «Wir kennen das Gutachten nicht», sagte Beat Käch. (lfh)