Neuer Fahrplan
Pendler kommen dank Fahrplanwechsel besser nach Solothurn

Die Linien Bern-Solothurn und Solothurn-Biel werden ausgebaut. Zur Hauptverkehrszeit fahren die Züge im Viertelstundentakt. Damit wird auch die Anbindung an die Fernverkehrszüge verbessert.

Lucien Fluri
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In Stosszeiten fahren die RBS-Züge neu in beiden Richtungen im Viertelstundentakt.

In Stosszeiten fahren die RBS-Züge neu in beiden Richtungen im Viertelstundentakt.

Alois Winiger

Pendler, die entlang der RBS-Linie Bern-Solothurn wohnen, kommen ab diesem Montag morgens besser nach Solothurn. Zwischen 6 und 8.30 fährt die RBS ab Bern im Viertelstundentakt nach Solothurn, womit Pendler aus Lohn oder Bätterkinden profitieren. Ein Vorteil: In Solothurn sind so die Anschlüsse an die SBB-Fernverkehrszüge verbessert.

Und auch abends gelangen die Pendler rascher nachhause: Neu wird zwischen 16.30 und 19 Uhr von Solothurn nach Bern ebenfalls der Viertelstundentakt eingeführt. Fortgeführt wird der bereits bestehende Viertelstundentakt morgens nach Bern und Abends zurück. Der RBS bietet also ab sofort in Stosszeiten in beiden Richtungen den Viertelstundentakt.

«Wir haben auf allen Strecken Zuwachs», begründet RBS-Sprecherin Christine Schulz das neue Angebot. Und der Regionalverkehr Bern-Solothurn hofft, dass die Anbindung an die Fernverkehrszüge neue Pendler anlockt. «Die Erfahrung zeigt: Wenn wir das Angebot verdoppeln, steigt die Nutzerzahl um etwa 30 Prozent», sagt Schulz.

Kleiner Ausbau Biel-Solothurn

Auch wer zwischen Solothurn und Biel wohnt, profitiert vom Fahrplanwechsel: Er kommt etwa samstagabends einfacher mit dem Zug nachhause. Ab morgen Sonntag führen die SBB auch samstags den «integralen Halbstundentakt» zwischen Biel und Solothurn ein. Genau an dieser Linie liegen die auffallendste Änderung des Fahrplanwechsels: die neuen Haltestellen Solothurn Allmend, Bellach und Biel Bözingenfeld werden erstmals bedient.

Wer entlang der Strecke Moutier-Gänsbrunnen-Solothurn wohnt, hat künftig in Solothurn einen Anschluss an den Interregio in Richtung Biel. «Die Anschlüsse nach Biel aus Moutier/Weissenstein können nun auch an den IR Richtung Biel sichergestellt werden», schreiben die SBB.

Änderungen im Bucheggberg

Mit dem Fahrplanwechsel übernimmt der RBS in der Region Lyss-Bucheggberg auch elf Linien von Postauto, so etwa die Linie Lyss-Schnottwil, Zollikofen-Büren a.A. -Solothurn, Bätterkinden-Lohn-Lüterkofen und Messen-Jegenstorf. Für Pendler aus dem Bucheggberg soll der Umstieg auf die RBS Linie-Solothurn-Bern verbessert werden. «Der RBS kann die Anschlüsse in Zollikofen, Bätterkinden, Jegenstorf und Solothurn von Bus auf Bahn (und umgekehrt) besser koordinieren und die Umsteigesituation für die Fahrgäste verbessern», teilt das Unternehmen mit.

BSU passt sich an RBS an

Auch der Busbetrieb Solothurn und Umgebung vermeldet Änderungen: Künftig wird das Angebot zwischen Biberist, St. Urs und Solothurn Grenchenstrasse zwischen 6 und 8.30 Uhr zum 7,5-Minuten-Takt verdichtet. Die Linie 6 wird zudem bis zum neuen Bahnhof Solothurn Allmend verlängert.

Und in Biberist wird die Haltestelle am RBS-Bahnhof näher zu den Perrons verschoben. In Zielebach wird die Haltestelle Zielebach, Dorf aufgehoben und die Haltestelle Zielebach, Gemeindehaus an die Dorfstrasse verschoben. Neu halten auch alle RBS-Züge in Lohn-Lüterkofen. Der BSU passt die Linie 3 (Bellach-Lohn-Lüterkofen) an.

Grenchen mit neuer Abendlinie

In Grenchen wird das 2009 eingeführte Abendangebot ausgebaut. Neu verkehrt zwischen 20.15 und 00.32 Uhr die neue Abendlinie 29 vom Fichtenweg via Postplatz-Bahnhof Süd nach Gummenweg im Halbstundentakt. Die Abendlinie 30 (Bettlach-Grenchen West) wird verkürzt.

Richtung Lingeriz wird auf die nördliche Weinbergstrasse verzichtet. Die Haltestellen Kirchstrasse, Schmelzi, Halden, Veilchenstrasse und Weinbergstrasse werden neu vom Abendkurs 29 bedient. Die Linie 26 (Grenchen-Bettlach wird verkürzt und endet künftig am Bahnhof Süd. Die Schlaufe Bahnhof-BBZ-Bahnhof entfällt. Dagegen wird die Südschlaufe der Linie 22 geringfügig erweitert.

Gestrichen wird aus Kostengründen auf der Linie 33 (Grenchen-Büren der Spätkurs Grenchen Süd ab 23.12. In Büren werden die Haltestellen Schüredörfli und Hägniweg aufgehoben.

Im unteren Kantonsteil werden die Tarife der A-Welle um vier Prozent erhöht. Bei den Postauto-Linien im Thal und auf den Balmberg gibt es keine Änderungen.