Pension
Pendenzen bei der AKSO sind erledigt, der Chef geht

Felix Wegmüller, Chef der Solothurner Ausgleichskasse, geht vorzeitig in Pension – mit aufgeräumtem Schreibtisch: Der Pendenzenberg bei den Ergänzungsleistungsgesuchen ist abgebaut.

Lucien Fluri
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Die Pendenzen bei der Solothurner Ausgleichskasse sind abgearbeitet.

Die Pendenzen bei der Solothurner Ausgleichskasse sind abgearbeitet.

Oliver Menge

Der Direktor der Solothurner Ausgleichskasse, Felix Wegmüller, verlässt seinen Posten, bevor er das ordentliche Rentenalter erreicht. Peter Studer, Departementssekretär des zuständigen Volkswirtschaftsdepartementes von Regierungsrätin Esther Gassler, und Felix Wegmüller selbst bestätigen entsprechende Informationen dieser Zeitung. Wegmüller wird per Ende Februar mit dannzumal 60 Jahren in den vorzeitigen Ruhestand treten.

Die Ausgleichskasse war in der Vergangenheit unter Druck geraten, da es bei den Ergänzungsleistungen (EL) zu einem Pendenzenberg gekommen war. EL-Bezüger mussten monatelang, teils gar über ein Jahr warten, bis ihre Gesuche bearbeitet wurden. Der Zustand dauerte gegen vier Jahre an. Schliesslich wurde man sogar in Bundesbern wegen der aussergewöhnlichen Zustände hellhörig. Das Bundesamt für Sozialversicherung schritt ein und liess Solothurn als einzigen Kanton vierteljährlich über die Pendenzen rapportieren. Der Pendenzenberg wurde auch wiederholt Thema im Kantonsrat. Kritisch hinterfragt wurde nicht zuletzt die Führungsrolle des Aufsichtsrates.

«Damit aber hat der Rücktritt absolut nichts zu tun», sagt auf Anfrage Felix Wegmüller. «Ich bin in einem Alter, wo ich frei wählen kann, ob ich pensioniert werden möchte.» Von «privaten Gründen» spricht auch Departementssekretär Studer. Übergangsleistungen gebe es keine.

Tatsächlich hinterlässt Wegmüller nun eine aufgeräumte Kasse: Der Pendenzenberg bei den Ergänzungsleistungen ist inzwischen abgebaut, wie Studer und Wegmüller auf Anfrage versichern. «Bereits seit Juni haben wir wieder den Normalzustand», so Studer. Die Entwicklung verlaufe nun stabil. «Wir sind am Beobachten.» Wegmüller lobt die Arbeit seiner Angestellten: «Ich bin stolz. Sie haben eine gewaltig gute Arbeit geleistet.»

Wegmüller hat die Kasse mehr als ein Dutzend Jahre lang geführt. Er hatte die Stelle im September 2000 angetreten. «Es war eine schöne Zeit», sagt er.