Plakate, Inserate, Wahlprospekte: Parteien und Kandidierende werden bis zum Wahltag vom 12. März nicht müde werden, im Wahlkampf ihre Vorzüge zu unterstreichen. Doch wie konkret denkt Kandidat X von Partei Y zum Lehrplan 21? Wie ist die Haltung von Kandidatin A von Partei Z zum geplanten Asylzentrum-Bau in Deitingen oder zur Umsetzung der Unternehmenssteuerreform III im Kanton?

All die über 500 Kandidierenden direkt mit diesen Fragen zu konfrontieren ist niemandem möglich. Und hier kommt eine «Partnervermittlung» der besonderen Art zum Zug: Die Online-Wahlhilfe Smartvote bringt in Zusammenarbeit mit dieser Zeitung Wählende und Kandidierende zusammen.

«Wer tickt ähnlich wie ich?»

Die Wahlhilfe Smartvote schlägt die Brücke zwischen Fragenden und Antwortenden. Basis dieser Zusammenführung bildet die Auswertung eines Fragenkatalogs mit mehreren Dutzend Fragen, auf dem die interessierte Wählerin, der Wähler ihre Positionen festhalten können. Diese Antworten lassen sich dann via Smartvote vergleichen mit den Positionsbezügen, welche zuvor durch Parteien und Kandidierende aller Couleurs zu den identischen Fragen eingegeben worden sind.

Gestützt auf diese Angaben ergibt sich eine Rangliste, aus der Wählerinnen und Wähler jene Parteien/Kandidierenden aussuchen können, mit denen sie am meisten Übereinstimmungen punkto Ansichten und Anliegen feststellen können.

Drei Viertel haben geantwortet

Die Fragen – in der Kurzversion «rapide» deren 34, in der längeren Version «deluxe» 54 – sind in Themenbereiche wie Schule/Bildung, Sozialstaat/Familie, Finanzen/Steuern, Wirtschaft/Arbeit usw. eingeteilt. Je nach gewählter Version beansprucht das Ausfüllen des Fragebogens rund eine Viertel- bis eine Halbestunde.

Das Tool steht ab sofort zur Verfügung. Bereits haben gut drei Viertel der 505 Kandidierenden für die 100 Kantonsratssitze und sieben der acht Bewerber für den Regierungsrat den Fragebogen ausgefüllt. «Das ist für diesen Zeitpunkt eine sehr gute Teilnahmequote», zieht Michael Erne eine positive Zwischenbilanz.

Der Co-Geschäftsleiter von Smartvote stellt fest, dass – mit Ausnahme bei einzelnen SVP-Amteiparteien – bei den meisten Kandidierenden der Goodwill für diesen Dienst an der Wählerschaft zum Ausdruck komme.