Solothurn und China
Parteisekretär aus chinesischer Provinz wird der Folter beschuldigt

In der chinesischen Provinz sollen schwere Menschenrechtsverletzungen begangen werden, berichtet «Radio 32». Dabei werden Vorwürfe gegen der Parteisekretär laut, der letzte Woche den Freundschaftsvertrag mit Roland Heim unterzeichnet hat.

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Wang Xiankui und Roland Heim bei der Unterzeichnung des Freundschaftsvertrag. (Archiv)

Wang Xiankui und Roland Heim bei der Unterzeichnung des Freundschaftsvertrag. (Archiv)

Hansjörg Sahli

Vor einer Woche wurde ein Freundschaftsvertrag zwischen Solothurn und der chinesischen Provinz Heilongjiang abgeschlossen. Gemäss «Radio 32» sollen in dieser Region Menschen brutal verfolgt und gefoltert werden.

Exil-Chinesen machen dem Parteisektretär Wang Xiankui dabei schwere Vorwürfe. Dieser hat den Vertrag gemeinsam mit Landamman Roland Heim unterschrieben. Xiankui soll Mitglieder der verbotenen Religionsgemeinschaft Falun Gong in der Provinz verfolgen.

«Er hat persönlich den Befehl dafür gegeben», so eine Exil-Chinesin gegenüber «Radio 32», «dass die Menschen festgenommen, ins Arbeitslager geschickt und dort gefoltert und getötet werden.» Den Gefangenen würden auch Organe geraubt werden.

Was sagt Landamman Roland Heim zu diesen Menschenrechtsverletzungen? «Das ist kein Thema auf unserer Stufe», sagt er gegenüber dem Regionalsender. Der Bund sei für dieses Gebiet zuständig.

Der Landamman führt weiter aus, es sei nur positiv, wenn sich China gegenüber dem Westen öffnet. «So sehen sie wie es bei uns zu und hergeht - vielleicht bleibt davon sogar etwas hängen». Der Freundschaftsvertrag drehe sich ausserdem nur um Wirtschaft. Den zweifelhaften Ruf des Parteisekretär Xiankui spielt Heim herunter. (nka)

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