Lockerung

Panne beim Gesundheitsamt: Besuchsverbot in Solothurner Spitälern fällt erst am Samstag

Ab Samstag sind Besuche in den Spitälern wieder möglich.

Ab Samstag sind Besuche in den Spitälern wieder möglich.

Die Verfügung hat der Kantonsarzt zwar mit Datum vom 5. Juni unterschrieben. Doch die Lockerung des Besuchsverbots in den Spitälern tritt erst morgen in Kraft.

Noch am Vorabend des 5. Juni hatte der Departementssekretär von Gesundheitsdirektorin Susanne Schaffner bestätigt: Ja, am Freitag werde das Besuchsverbot in den Spitälern aufgehoben beziehungsweise weitestgehend gelockert – der Kantonsarzt habe die entsprechende Allgemeinverfügung erlassen.

Das stimmte zwar, aber die Inkraftsetzung war nicht für den Freitag, sondern erst für Samstag geplant. Und so musste das Gesundheitsamt am Freitag Morgen krebsen.

Philipp Brugger, Leiter Spitalversorgung im Gesundheitsamt, setzte die Spitäler und Kliniken im Kanton über das «Missverständnis» in der Verwaltung auf und entschuldigte sich dafür.

Die Spitäler müssen nun ein Besuchskonzept ausarbeiten, das sich an den Mindestanforderungen des Nationalen Zentrums für Infektionsprävention (swissnoso) orientiert.

Konkret:

  • Besucherinnen und Besucher müssen dem Spital namentlich bekannt sein, um eine allfällige Nachverfolgung bei einer Infektion zu vereinfachen.
  • Es dürfen nie gleichzeitig mehr als zwei Besucher in einem Mehrbettzimmer sein; zudem sollten Besuche zeitlich limitiert stattfinden.
  • Bei Besuchern sind die gleichen Schutzmassnahmen wie beim Personal notwendig (zum Beispiel Maskenpflicht).
  • Bei Hospitalisationen unter vier Tagen werden Angehörige gebeten, weiterhin auf Besuche zu verzichten.

Das Besuchskonzept ist dem Gesundheitsamt bis Mitte Juni zur Kenntnis zu bringen. Es ist laut Schwarz aber nicht Voraussetzung für die Aufhebung des Besuchsverbots. (bbr.)

Autor

Balz Bruder

Balz Bruder

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