Pandemie
Neue Strategie: Kanton Solothurn lädt Bevölkerung mit persönlichem Brief zum Impfen ein

Um die Impfquote zu erhöhen, setzt der Kanton Solothurn nun auf persönliche Briefe. In verschiedenen Gemeinden, unter anderem in Riedholz, Oberdorf und Subingen, wird die Bevölkerung direkt angeschrieben und so zum Impfen eingeladen. Dafür gehen mobile Impfteams in den Gemeinden vorbei.

Rebekka Balzarini
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Im Aargau sind bereits mobile Impfteams im Einsatz, hier auf dem Gelände der alten Kantonsschule in Aarau.

Im Aargau sind bereits mobile Impfteams im Einsatz, hier auf dem Gelände der alten Kantonsschule in Aarau.

Valentin Hehli

«Bitte lassen Sie sich gegen Covid-19 impfen», heisst es in der ersten Zeile des Briefes, den die Einwohnerinnen und Einwohnern von Riedholz, Subingen und Niederwil am Montag im Briefkasten fanden.

«Die Impfung schützt Sie vor einem möglichen schweren Covid-19-Krankheitsverlauf und den langfristigen Folgen einer Erkrankung», heisst es weiter. «Ausserdem helfen Sie mit, den Ausbruch der Pandemie einzudämmen.»

Für Ungeimpfte in Riedholz folgt dann ein konkreter Terminvorschlag, an dem diese zur Covid-19-Impfung kommen: Am Montag, dem 23. August, könne man sich ohne Voranmeldung im Kultusraum der Mehrzweckhalle impfen lassen. Der zweite Impftermin werde in vier Wochen am gleichen Ort stattfinden. Ebenfalls geimpft wird in der Kächschür in Oberdorf, ebenfalls am 23.8.

Der Kanton Solothurn hatte Anfang August bereits angekündigt, dass er mobile Impfteams in den verschiedenen Gemeinden vorbeischicken will, um die Impfquote zu erhöhen. Dass die Bevölkerung direkt per Brief kontaktiert wird, war bisher nicht bekannt. Ebenfalls machte der Kanton bisher keine Angaben dazu, in welchen Gemeinden mobile Impfteams Halt machen werden.

Riedholz wurde angefragt

Laut Gemeindepräsidentin Sandra Morstein wurde die Gemeinde vom Departement des Innern angefragt, ob Riedholz einen Platz für das mobile Impfteam und eine Adressliste zur Verfügung stellen könnte. Eine mit der kantonalen Datenschutzbeauftragten abgestimmte Datenschutzvereinbarung sei der Gemeinde vorgelegt worden.

Wichtig für die Beteiligung an der neuen Impfkampagne des Kantons sei für die Gemeinde ausserdem gewesen, dass die Impfung weiterhin freiwillig ist. «Ich bin gespannt, ob diese neue Strategie zum angestrebten Erfolg führt», so Morstein.

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