Pandemie
Der Solothurner Regierungsrat lässt bei Lockerungen die Vorsicht walten

Der Kanton Solothurn begrüsst die vom Bundesrat vorgeschlagenen Lockerungen des zweiten Öffnungsschrittes. Wie er ist auch der Regierungsrat der Auffassung, dass die Massnahmen nur erfolgen können, falls die epidemiologische Lage es zulässt.

Merken
Drucken
Teilen
Wann dürfen Terrassen geöffnet werden?

Wann dürfen Terrassen geöffnet werden?

Jean-Christophe Bott / KEYSTONE

Voraussichtlich am Freitag wird der Bundesrat mitteilen, was ab 22.März an Lockerungen beim zweiten Öffnungsschritt möglich sein wird– und was nicht. Die Palette reicht von der Öffnung von Terrassen bei Restaurants und Bars über die 10er-Regelung bei privaten Treffen und 150 Personen bei Veranstaltungen wie Fussballspielen, Konzerten oder Theatern bis zum gemeinsamen Sporttreiben oder Chorsingen bis 15 Personen und zur Öffnung von Zoos sowie anderen Freizeit- und Unterhaltungsbetrieben. Wogegen die Lockerung der Homeofficepflicht sowie die generelle Öffnung von Restaurationsbetrieben einstweilen kein Thema ist.

Solothurn setzt auf die Karte Sicherheit

Nachdem sich andere Kantone schon früher zu den Vorschlägen des Bundesrates haben vernehmen lassen, zog der Kanton Solothurn am Dienstag nach. In einem offiziellen Communiqué des Regierungsrats heisst es: «Der Bundesrat schlägt unter anderem vor, die Öffnung der Aussenbereiche von Restaurantbetrieben und die Durchführung von Veranstaltungen unter Einhaltung der Schutzmassnahmen zu erlauben.

Der Regierungsrat befürwortet diese schrittweise Vorgehensweise grundsätzlich. Gleichwohl betont er, dass das Öffnungspaket nur dann umgesetzt werden soll, wenn die epidemiologische Lage es zulässt. Denn die Fallzahlen, die lange Zeit stagnierten, steigen derzeit wieder an.»

Weitergehende Schritte sind derzeit nicht angezeigt

Für Innendirektorin Susanne Schaffner steht vor diesem Hintergrund fest:

«Weitergehende Öffnungen ergeben erst dann Sinn, wenn die epidemiologische Lage stabil bleibt und wir einen Grossteil der Risikogruppen geimpft haben.»

Das ist der eine entscheidende Punkt. Der andere: «Ein wichtiger Pfeiler auf dem Weg zur Rückkehr in die Normalität ist auch die Etablierung breiter Testungen auf SARS-CoV-2», sagt die Gesundheitsdirektorin.»

Mit anderen Worten: In Erwartung einer dritten Welle steht auch für den Kanton Solothurn fest, dass die Zeit für breitflächige Lockerungen und Öffnungen noch nicht gekommen ist. Und dass im Rahmen des Verantwortbaren zwar gewisse Erleichterungen möglich sein sollen, aber nicht im noch vor kurzem erhofften Umfang. (bbr.)