Kanton Solothurn
Online-Plattform sucht Flüchtlingsprojekte für ihre freiwilligen Helfer

Die Verantwortlichen der neuen Online-Plattform www.so-freiwillig-engagiert.ch sind auf der Suche nach Projekten im Kanton Solothurn, an die sie ihre freiwilligen Helfer vermitteln können.

Fabio Baranzini
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Zu den Einsatzmöglichkeiten für Freiwillige zählt das Unterrichten von Deutsch.

Zu den Einsatzmöglichkeiten für Freiwillige zählt das Unterrichten von Deutsch.

Martin Töngi

Seit Anfang Juni wird die Plattform www.so-freiwillig-engagiert.ch betrieben. Über diese Anlaufstelle, die vom Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) des Kantons Solothurn betrieben wird, melden sich Personen, die sich freiwillig bei Projekten im Asyl- und Flüchtlingsbereich engagieren wollen. Gut 50 Anfragen sind in den letzten Wochen eingegangen und konnten in fast allen Fällen erfolgreich an passende Projekte weiter vermittelt werden. In der Anfangsphase meldeten sich täglich mehrere Personen. In der Zwischenzeit hat sich die Anzahl der Anfragen jedoch auf einem tieferen Niveau eingependelt.

Vernetzten mit Organisationen

«Wir sind zufrieden, wie das Projekt angelaufen ist. Im Moment merkt man allerdings, dass Ferienzeit ist. Trotzdem ist es so, dass wir daran arbeiten müssen, unsere Plattform noch bekannter zu machen», sagt Nina Frei vom SRK des Kantons Solothurn, die derzeit intensiv versucht, sich mit anderen Organisationen und Sozialdiensten zu vernetzen. Dies damit sie die Personen, die sich über die Plattform melden, in möglichst geeigneten Projekten platzieren kann. «Im Moment habe ich vor allem Projekte in Solothurn und in Olten, an die ich freiwillige Helfer vermitteln kann. Ich bin daher dankbar für sämtliche Hinweise zu Projekten aus dem Asyl- und Flüchtlingsbereich in allen übrigen Teilen des Kantons, denn die meisten freiwilligen Helfer möchten sich an ihrem Wohnort engagieren», so Frei.

Mit den Personen, die sich über die Plattform melden, führt Nina Frei jeweils eine sogenannte «Motivationsabklärung» durch. «Wir möchten wissen, was die Beweggründe der Menschen sind, die helfen wollen, in welchem Umfang sie sich ein Engagement vorstellen könnten und zu welchem Projekt sie passen würden», erklärt Frei. Abklärungen werden aber nicht nur bei Personen getroffen, die nach einem geeigneten Engagement suchen, sondern auch bei den Sachspenden, die über die Online-Plattform angeboten werden. «Auch dort kläre ich jeweils zuerst ab, ob ein Projekt die angebotenen Gegenstände gebrauchen kann», sagt Frei. Besonders gesucht sind derzeit Kindersachen, Babyartikel und gute Schuhe. Dagegen ist es eher schwierig, einen geeigneten Empfänger für Möbelstücke zu finden. In den meisten Fällen muss Frei die Anbieter an die Brockenhäuser in der Region verweisen.

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