Erinnerung
Online-Gedenkfeier für den Menschenfreund Schang Hutter

In einem öffentlichen Online-Stream wurde am Mittwoch dem verstorbenen Künstler Schang Hutter gedacht.

Fränzi Zwahlen
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Schang Hutter ist am 14. Juni verstorben. Am Mittwoch wäre er 87 Jahre alt geworden. Mit einem öffentlichen Online-Stream wurde seiner gedacht.

Schang Hutter ist am 14. Juni verstorben. Am Mittwoch wäre er 87 Jahre alt geworden. Mit einem öffentlichen Online-Stream wurde seiner gedacht.

Gaetan Bally / KEYSTONE

Am 14. Juni ist der international bekannte Solothurner Künstler Schang Hutter verstorben. Am Mittwoch, am 11. August hätte er seinen 87. Geburtstag feiern können. Deshalb und weil aufgrund der Coronazeit kein öffentlicher Abschied nach dem Tod hatte stattfinden können, hat sein Sohn David Hutter am Mittwoch eine öffentliche Gedenkfeier via Online-Stream möglich gemacht.

Pünktlich um 17 Uhr startete der Live-Stream, welcher von Moderatorin Sonja Hasler geleitet wurde. Zunächst erklärte David Hutter, warum es diese Möglichkeit des öffentlichen Abschiednehmens von Schang Hutter überhaupt gibt. «Ich habe meinem Vater versprochen, seinen Wunsch nach einer Beerdigung mit einem grossen Fest zu erfüllen. Da es aber nach seinem Tod nicht möglich war, nutzen wir die heutige Technik. Ich denke, es hätte ihm gefallen.» Er sagte: «Mit diesem Stream soll es auch möglich sein, Schang Hutter nochmals Salü zu sagen.»

Er sei im Grunde ein sehr positiver Mensch gewesen. Doch die Erlebnisse, die er durch die traumatisierten Menschen - Opfer wie Täter -, nach dem Krieg in München hatte, haben ihn nie mehr losgelassen. Als «älteste Freundin» erzählte Veronica Medici von ihrer langjährigen Bekanntschaft mit dem Künstler. Sie lernte ihn schon als junges Mädchen kennen und schilderte ihn als warmherzigen Menschen. Ein weiterer Freund der zugeschaltet wurde, war der Langenthaler Textilunternehmer Urs Baumann. Auch er - obwohl Unternehmer - war mit Hutter tief freundschaftlich verbunden.

Und schliesslich waren von Roberto Zanetti, Solothurner SP-Ständerat, ein paar Anekdoten aus Hutters politischem Wirken zu erfahren. Nach einer Stunde gab es dann die Möglichkeit für die Zuhörer, ihre eigenen Erinnerungen und Gedanken an Schang Hutter und sein Werk kund zu tun.

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