Online-«Oase»

Online-Angebot der Krebsliga Solothurn stösst bei Betroffenen auf Zuspruch

Anstatt gemeinsam an einem Tisch zu Kaffee und Gipfeli, traf man sich virtuell, vor dem eigenen PC sitzend via Webcam. (Symbolbild)

Anstatt gemeinsam an einem Tisch zu Kaffee und Gipfeli, traf man sich virtuell, vor dem eigenen PC sitzend via Webcam. (Symbolbild)

Eigentlich hätte die «Oase» krebsbetroffene Menschen im Haus der Krebsliga Solothurn zusammenbringen sollen. Die Restriktionen in Folge der Corona-Pandemie haben jedoch offenbart: Nähe kann auch auf Distanz entstehen.

Es war für alle Beteiligten eine ungewohnte Situation: Anstatt gemeinsam an einem Tisch zu Kaffee und Gipfeli, traf man sich virtuell, vor dem eigenen PC sitzend via Webcam. Was in vielen Unternehmen mittlerweile Usus ist, stellt für die Organisation und Beratung von Gesprächsgruppen im sozialen Bereich neues Terrain dar. Schliesslich versuche man gerade bei so sensiblen Themen wie Krankheit, Schmerz und Trauer ein hohes Mass an Einfühlsamkeit zwischen Betroffenen und Beratenden zu ermöglichen. Doch wider Erwarten entstand im virtuellen Raum der ersten «Oase» eine berührende Atmosphäre, die trotz örtlicher Distanz viel Nähe zwischen den Teilnehmenden ermöglichte, wie die Krebsliga Solothurn mitteilt.

«Mit einer Wahrnehmungsübung wurde die kleine Gruppe von Natasha Noguera ins Thema Achtsamkeit eingeführt. Ihre reichen Erfahrungen und ihr grosses Wissen bereicherten auch den nachfolgenden Austausch», betont die Krebsliga Solothurn. Dabei sei es zu «tiefen und aufrichtigen Gesprächen, die sowohl das Leiden und die Erfahrungen, die mit der Krankheit oft einhergehen, als auch die neu gewonnen Stärken der Betroffenen abbildeten», gekommen.

Eine Teilnehmerin habe in der abschliessenden Bewertung zu diesem ersten Treffen etwa geschrieben: «Ich hatte keine Erwartungen, war einfach offen, für das was passieren konnte. Und ich habe den Eindruck, dass tatsächlich etwas <passiert> ist, etwas Magisches, weil ganz spontan und authentisch!» (mgt)

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