13.Etappe
Oltner gaben alles, um die besten Seiten ihrer Stadt zu präsentieren

Die 13.Etappe des Leserwandern war ein Wasserspaziergang entlang der Aare in Olten.

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Blick auf die Aare in Olten
18 Bilder
Leserwandern 13.Etappe
Die 65 Leserwanderer auf dem Weg nach Winznau
Eine Häuserzeile in Winznau
Kurz vor dem Stauwehr in Winznau legen die Wanderer eine Pause ein.
Sie folgen den Worten von Wanderleiter Ernst Gilgen.
Sie wanderten über die Brücke beim Stauwehr.
Das Stauwehr in Winznau
Am Oltner Stadtrand vor einer der längsten Brücken Solothurns
Erneut war es ein langer Tatzelwurm, der entlang der Aare wanderte.
Wanderleiter Ernst Gilgen erklärt nach der Mittagspause, wo es lang geht.
Wanderleiter Ernst Gilgen (zweiter von links)
SP-Kantonsrat Urs Huber (links)
Müde Wanderbeine in der Aare
Shanon (links) und Chiara (rechts)
Leserwanderer Max kneipte in der Aare.
Die Wanderer marschierten in Däniken auf der Schutzverbauung.
Ciara, Nelson und Shanon (von links nach rechts)

Blick auf die Aare in Olten

Christoph Neuenschwander

Süss und heiss

Es war ein süsser Empfang für die 65 Leserwanderer: Am Bahnhof in Olten wehte der Duft der nahen Schokoladenfabrik in der Luft. «Herzlich willkommen in Olten», sagte Wanderleiter Ernst Gilgen zur Begrüssung. Weniger süsse Seiten der Stadt enthielt Gilgen den Wanderern dagegen bei der Tour entlang der Aare grosszügig vor: der berühmte und berüchtigte Strassenstrich im nahen Industriegebiet etwa. «Es ist doch schon heiss genug», meinte der erfahrene Wanderfuchs dazu.

Politisiert

Natürlich kannte Urs Huber, langjähriger SP-Kantonsrat und Gewerkschafter, die Wanderroute nur all zu gut. Er ist in der Region aufgewachsen, und in Obergösgen marschierten die Leserwanderer nahe an seinem Wohnhaus vorbei. Unterwegs sahen die Wanderer aber auch etwas, die Huber freilich weniger gut gefällt: das Atomkraftwerk Gösgen. Immerhin sei er seinerzeit beim Kampf gegen das AKW politisiert worden. «Meine Eltern nahmen mich als Vierjähriger mit auf die Demonstration. Damals waren auch Bürgerliche dagegen.» Aber das wolle heute ja ohnehin niemand mehr wissen.

Marketing

Bei seiner sechsten Ausgabe fand gestern zum ersten Mal eine Leserwandern-Etappe in Olten statt. Und die Oltner gaben alles, um die zahlreichen Wanderer aus dem Aargau von den Vorzügen der Stadt zu überzeugen: Sie schickten nicht nur Wirtschaftsförderer Urs Blaser («Ein tolles Projekt!») auf die Wanderung, sondern auch Pia Sudan. Sie vermarktet das Gerolag-Areal. Doch waren die Leserwanderer für sie denn das richtige Publikum? Sudan verwies auf ihr Credo: «Man muss jede Chance nutzen.»

Ab an den Strand!

«Warum ans Meer fahren?» Eine gute Frage, die eine Leserwanderin aus Wohlen da in die Runde warf. Es sind nicht nur die (zumindest noch gestern) hohen Temperaturen, die eine Fahrt ans Meer mehr als überflüssig machen könnten: Auch Strände gibt es in und um Olten genug. Da gehörte für manche der Sprung in die Aare einfach dazu. (sva)