Olten
Die FHNW führt die Zertifikatspflicht ein – für Ungeimpfte gibts Gratistests vor Ort

Ab dem 18. Oktober führt die Fachhochschule Nordwestschweiz die Zertifikatspflicht ein. Das Ziel ist aber: Dass alle Personen ihr Studium fortsetzen können. Deshalb werden gratis Tests vor Ort angeboten. Und digitale Alternativen zu den Präsenzveranstaltungen.

Raphael Karpf
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Der Campus der FHNW in Olten.

Der Campus der FHNW in Olten.

Bild: Bruno Kissling

Ab dem 18. Oktober kann nur noch an die FHNW, wer ein Covid-Zertifikat besitzt. Das gilt sowohl für Studentinnen, Mitarbeiter wie auch Gäste. Man wolle einen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten und gleichzeitig möglichst vielen Menschen das Studieren und Arbeiten vor Ort in einem sicheren Umfeld ermöglichen, heisst es im überarbeiteten Schutzkonzept der FHNW.

Man werde die Zertifikate systematisch kontrollieren, schreibt Kommunikationsverantwortlicher Dominik Lehmann auf Anfrage. Und zwar sowohl am Eingang, wie auch innerhalb der Gebäude.

Allerdings: Die FHNW hat mehrere Standorte, die alle jeweils mehrere Eingänge haben. Sämtliche Eingänge von morgens bis abends zu kontrollieren, dürfte kaum realistisch sein.

Aus diesem Grund gilt innerhalb der Gebäude der FHNW weiterhin eine Maskenpflicht. «Um ein Restrisiko zu vermeiden», schreibt Lehmann, «da die Kontrollen nicht lückenlos sein können.» Bei einzelnen Veranstaltungen können die Dozentinnen und Dozenten nochmals sämtliche Zertifikate überprüfen – und dann die Maskenpflicht aufheben.

Die FHNW bietet gratis PCR-Tests an

Für Studentinnen und Mitarbeiter, die nicht geimpft sind, bietet die FHNW PCR-Tests an. Die Getesteten müssen diese auch nicht selbst bezahlen. Wird der Test am Morgen durchgeführt, soll das Resultat bereits am Nachmittag oder spätestens am Abend vorliegen. Das heisst, man muss sich jeweils am Vortag testen lassen, um am nächsten Tag das Gebäude betreten zu dürfen. Die Tests sind jeweils 72 Stunden gültig. Übers Wochenende bietet die FHNW keine Tests an.

Wo das möglich ist, werden den Studierenden digitale Alternativen zu den Präsenzveranstaltungen angeboten. Sodass auch Personen, die sich weder impfen noch regelmässig testen lassen wollen, ihr Studium fortsetzen können. Lehmann: «Die FHNW hat das Ziel, allen Studierenden den weiteren Zugang und die Fortsetzung des Studiums zu ermöglichen.»

Wer ohne Zertifikat die FHNW betritt, dem drohen Sanktionen. In einem ersten Schritt Wegweisungen aus den Gebäuden. Zusätzlich drohen den Mitarbeitenden aber auch arbeitsrechtliche Massnahmen, und den Studierenden disziplinarische Massnahmen. Diese können von einer Verwarnung bis hin zu einem möglichen Ausschluss reichen.

Die FHNW empfiehlt die Impfung

Für die FHNW ist klar: Die Impfung ist das wirksamste Mittel, um die Eindämmung der Pandemie zu unterstützen. Darum wird allen Mitarbeitenden und Studierenden die Impfung empfohlen. Und darum war vom 27. bis 29. September ein mobiles Impfteam auf dem Campus in Olten. Zahlen zu den verabreichten Impfungen liegen noch keine vor. Doch die Nachfrage sei nicht besonders hoch gewesen, schreibt Lehmann.

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