Ende 2015 lebten im Kanton Solothurn insgesamt 267 836 Menschen. Das sind genau 2665 mehr als ein Jahr zuvor, was einem Wachstum von 1,01 Prozent entspricht. Die Abteilung Controllerdienst und Statistik im Amt für Finanzen hat die Zahlen zur «Wohnbevölkerung 2015» ausgewertet.

Von den total 267 836 Personen, die am Stichtag
31. Dezember 2015 im Kanton lebten, 134 491 Frauen und 133 345 Männer waren.

Der Anteil der ausländischen Bevölkerung belief sich auf 21,9 Prozent, oder 58 537 Personen. Vor Jahresfrist waren es 21,3 Prozent bzw. 56 523 gewesen. Und die Zahl der Personen mit Schweizer Bürgerrecht nahm um 651 Personen zu auf 209 299 Personen.

«Wettlauf» Grenchen–Solothurn

Olten baute seine Position als bevölkerungsreichste Gemeinde im Kanton weiter aus: Dort stieg die Einwohnerzahl um 453 (2,59 Prozent) auf 17 945. Um den zweiten Rang liefern sich die beiden anderen Städte, Solothurn und Grenchen, immer wieder ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Diesmal hat die Uhrenstadt die Nase – äusserst knapp – wieder vorn: Mit einem Plus von 268 Personen (1,62 Prozent) betrug die Einwohnerzahl am Stichtag 16 834. Die Kantonshauptstadt wuchs nur um 164 Personen (knapp 1 Prozent) auf total 16 814 Einwohner.

2015 verzeichneten alle Bezirke eine Zunahme – allerdings in höchst unterschiedlichem Ausmass. Bei einem kantonalen Durchschnitt von 1,01 Prozent legte das Gäu wie schon im letzten Jahr am meisten und mit 2,03 Prozent weit überdurchschnittlich zu.

Es folgt der bevölkerungsreichste Bezirk Olten mit einem Plus von 1,47 und dem Schwarzbuben-Bezirk Thierstein mit 1,26. Anders der zweite Bezirk nördlich des Juras, das Dorneck: Dieses weist mit plus 0,65 Prozent das zweitkleinste Wachstum aus. Das Schlusslicht bildet der – gemessen an der Bevölkerungszahl – zweitgrössten Bezirk Wasseramt (0,43 Prozent).

 Gewinner und Verlierer

Innerhalb der Bezirke lassen sich höchst unterschiedliche Entwicklungen ablesen. Im Leberberg legte Selzach mit 2,36 Prozent ein überdurchschnittliches Wachstum hin. Die grössten Verluste registrierte Langendorf (–1,29). Im Bucheggberg verzeichnete Lüsslingen-Nennigkofen mit 3,6 Prozent die grösste Zunahme, während Biezwil mit 4,36 das grösste Minus verzeichnet.

Um sensationelle 10,6 Prozent gewachsen ist im Wasseramt Hüniken. Allerdings relativieren die absoluten Zahlen: Die Kleingemeinde wuchs um 9 auf 94 Personen. Die Nachbargemeinde Aeschi verlor mit –1,68 prozentual am meisten.

Im Thal verhalf ein Zuwachs von 6 Personen Gänsbrunnen zu einem Traumplus von 6,45 Prozent. Am anderen Ende des Spektrums liegt Welschenrohr mit –1,14 Prozent. Nur Gewinner kennt das Gäu: Allen voran Niederbuchsiten (+7,35). Das kleinste Wachstum verzeichnet Härkingen (+0,26).

Im Bezirk Olten ist die Stadt mit +2,59 der grösste Gewinner; Rickenbach mit –3,45 der grösste Verlierer. Im Niederamt machen drei Zuzüger in Rohr ein Plus von 3,26 Prozent aus. Wisen liegt mit –1,94 am anderen Ende des Spektrums.

Büren (+3,74 Prozent) und das Klosterdorf Metzerlen-Mariastein (–2,04) bilden die beiden Pole im Bezirk Dorneck. Im Thierstein sind es Breitenbach (+2,6 Prozent) und Beinwil (–5,30).

In kleinen Schritten

Die Bevölkerungszahl des Kantons Solothurn entwickelte sich in den vergangenen Jahren stets in kleinen Schritten nach oben. Zwischen Ende 2006 und Ende des vergangenen Jahres betrug die Zunahme 16'179 Personen, was einem jährlichen Schnitt von rund 1800 entspricht.