Jubiläum
Ob bei Feuer oder atomarer Gefahr: Seit 50 Jahren rückt der Schadendienst aus

Der kantonale Schadendienst feiert im Feuerwehrausbildungszentrum in Balsthal seinen Fünzigsten.

Raphael Karpf
Merken
Drucken
Teilen
Übung zu 50 Jahre Schadendienst Kanton Solothurn im Feuerwehrausbildungszentrum in Balsthal
12 Bilder
Was 1968 als einfache Ölwehr begann, ist heute eine moderne Organisation mit verschiedenen Spezialwehren.
Der Schadendienst rückt aus, wenn Gefahren atomarer, biologischer oder chemischer Art drohen.
Rund 3500 Mal stand der Schadendienst in den letzten 50 Jahren im Einsatz.
Bei Gefahr durch biologische Stoffe: In Vollmontur müssen diverse Tests durchgeführt werden. Um herauszufinden, um was für einen Stoff es sich handelt.
Die Übung wird von verschiedenen Medien verfolgt. Hier im Bild: Ein Kameramann von TeleM1.
Übung zu 50 Jahre Schadendienst Kanton Solothurn im Feuerwehrausbildungszentrum in Balsthal
René Fröhlicher bot Einblick in die Ausbildungstätigkeiten
Hier wird ein Pulver sichergestellt
Stefan Gyr, Leiter des Schadendienstes, wurde schon einmal wegen Öldiebstahls angezeigt, als die Feuerwehr Ölbinder einsetzte.
Regierungsrat Roland Fürst würdigte das Engagement der Einsatzkräfte zur Sicherheit der Bevölkerung und zum Schutz der Umwelt.

Übung zu 50 Jahre Schadendienst Kanton Solothurn im Feuerwehrausbildungszentrum in Balsthal

Hansjörg Sahli

Ob bei kleineren Verschmutzungen von Gewässern durch Öl oder Chemikalien oder beim Austritt von giftigen Gasen in einer Fabrik: Seit 1968 rückt der Schadendienst im Kanton aus. Was als einfache Ölwehr begann, ist heute eine moderne Organisation mit verschiedenen Spezialwehren (siehe Box).

Schadendienst: Fachstelle mit vielen Spezialisten

- Das Amt für Umwelt

- Die Ortsfeuerwehren aller Gemeinden und die Betriebsfeuerwehren

- Die atomare Wehr des AKW Gösgen

- Die biochemischen Wehren Solothurn, Olten und Breitenbach

- Die Solothurner Gebäudeversicherung

- Die Kantonspolizei

- Die biochemischen Fachberater

Von Bränden über atomare und biologische bis hin zu chemischen Gefahren ist der heutige Schadendienst für alle Fälle gerüstet. Seit 50 Jahren im Dienst. Das kann man auch mal feiern. So geschehen am Freitag im Feuerwehrausbildungszentrum in Balsthal. Baudirektor Roland Fürst würdigte das Engagement der Einsatzkräfte. Er bedankte sich dafür, dass Schäden von Mensch, Tier und Umwelt abgehalten werden.

Der Schadendienst kann auf die Expertise und das Fachwissen von langjährigen Mitarbeitern zählen. Stefan Gyr, der Leiter, angestellt beim Amt für Umwelt, ist seit über 20 Jahren dabei. René Fröhlicher, Chemiewehrexperte der Solothurner Gebäudeversicherung, und Hans-Peter Beutler, Leiter Abteilung Stoffe beim Amt für Umwelt – diesem ist der Schadendienst angegliedert –, sind beide seit 30 Jahren dabei. Da kommt einiges an Erfahrung zusammen.

Erfahrung, die man weitergibt: Fröhlicher bot gleich selber Einblick in die Ausbildungstätigkeiten: Neben einem Tank mit unbekannter Flüssigkeit liegt eine bewusstlose Person. Der Bereich wird abgesperrt, die Person mit Schutzanzügen und Sauerstoffversorgung geborgen. Danach wird die Substanz mittels verschiedener Tests vor Ort ermittelt. Im Falle eines Falles wäre der Schadendienst zur Stelle.