Frau Meister, was ist Ziel und Zweck Ihrer Ständeratskandidatur?

Marianne Meister: Die FDP will ihren Ständeratssitz zurückhaben. Sie ist die grösste Partei, sie hat Anspruch darauf. Ich will mich mit aller Kraft und ganzem Engagement dafür einsetzen, dass das gelingt. Dazu kommt: Der Stand Solothurn wäre mit einer Frau und einem Mann im Ständerat viel besser abgebildet als heute. Auch in den Nationalrat schickt der Kanton heute nur eine einzige Frau – das ist nicht richtig. Diesen Bereich wollen wir nicht den Männern überlassen. Ich trete auch für den Nationalrat an – dort wollen wir Listenstimmen gewinnen. Auch im Hinblick auf die nächsten Kantonsratswahlen 2017 ist die FDP darauf angewiesen.

Die Stimmen Ihrer eigenen Partei reichen nicht, um eine Ständeratswahl zu gewinnen. Auf welche Stimmen hoffen Sie, über die Reihen der FDP hinaus?

Klar, ich starte als Aussenseiterin. Aber auch die andern müssen diese Wahl zuerst gewinnen. Ich bin eine liberale Volksvertreterin, ich bin nahe bei den Leuten, und ich habe die Leute gern. Ich zähle auf Stimmen vom Gewerbe, und ich hoffe, dass die Frauen mich unterstützen.

Woran werden Sie messen, ob Ihre Kandidatur ein Erfolg war?

Ich will ein gutes Resultat machen – mindestens den 3. Platz. Meine Messlatte ist eine Stimmenzahl nahe bei den anderen Kandidaten. Nicht abgeschlagen auf dem letzten Platz zu landen, diesen Ehrgeiz habe ich. Und wenn ich mich im Wahlkampf für unsere liberalen Werte einsetzen kann, dann macht mir das Freude.