Am ersten Mittwoch im Februar werden die Sirenen aufheulen. Doch das ist überhaupt kein Grund zur Sorge – es handelt sich bloss um die alljährliche Sirenenkontrolle. Doch in diesem Jahr werden es vielerorts nicht mehr die gleichen Sirenen wie 2014 sein, die getestet werden.

Im Auftrag des Bundes müssen bis Ende 2015 alle 5000 Sirenen der Schweiz auf ein neues Alarmierungssystem migriert werden. Denn die Swisscom, über deren Telefonnetz die Sirenen bisher ausgelöst wurden, stellt ihr System ein. Neu soll die Alarmierung nicht mehr über Kabel laufen, sondern via Funk über das Sicherheitsnetz Polycom, über das auch Polizei und Sanität kommunizieren. Für das Projekt «Polyalert» müssen im Kanton Solothurn 129 der 187 Sirenen ausgewechselt werden.

Besser spät als nie

Die Umstellung auf das neue System ist am 10. November 2014 im Raum Grenchen in Angriff genommen worden. Im nationalen Vergleich ist dies eher spät, so waren im September 2014 schon mehr als 50 Prozent aller nationaler Sirenen erfolgreich auf die neue Sirenenfernsteuerung migriert. Doch da nur drei vom Bund genehmigte Anbieter diese Arbeiten durchführen können, ist die Migration in Etappen vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz so vorgesehen.

Acht Sirenen pro Woche

Pro Woche können in Solothurn acht Sirenen ersetzt werden. «Wenn uns das Wetter keinen Strich durch die Rechnung macht, werden die Arbeiten bis Ende März abgeschlossen sein», sagt Diego Ochsner, Chef des Amtes für Militär und Bevölkerungsschutz. Die Sicherheit der Bevölkerung ist dabei auch während der Umbauten stets gewährleistet.

Die regionalen Zivilschutzorganisationen stellen in Absprache mit den örtlichen Feuerwehren mit mobilen Sirenen eine Ersatzalarmierung sicher. Die Investitionskosten des Projekts trägt der Bund. Gemäss Ochsner betragen diese im Kanton Solothurn rund 1,5 Millionen Franken.