Coronavirus
(Noch) keine zusätzlichen kantonalen Massnahmen: Das sagt die Regierung zum Bundesrats-Entschied

Am Freitag hat der Bundesrat die Corona-Massnahmen schweizweit verschärft. Ob der Kanton Solothurn zusätzliche Massnahmen ergreift, ist derzeit noch offen - in wenigen Tagen soll darüber informiert werden.

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Die Läden dürfen weiterhin offen haben, hat der Bund beschlossen. Geht der Kanton weiter?

Die Läden dürfen weiterhin offen haben, hat der Bund beschlossen. Geht der Kanton weiter?

Hanspeter Bärtschi

«Wenn der Bundesrat nicht strenger wird, werden wir einen Schritt weiter gehen müssen.» Mit diesen Worten spielte Regierungsrätin Susanne Schaffner vor dem Kantonsrat eine Verschärfung der Corona-Massnahmen im Kanton an. Zu dieser kommt es nicht - zumindest noch nicht.

Die aktuellen Zahlen aus dem Kanton Solothurn

Am Freitag registrierte der Kanton 185 Neuansteckungen. Bisher gab es 9106 laborbestätigte Covid-19-Infektionen.

Zudem hat der Kanton am Freitag zwei neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus zu verzeichnen. Insgesamt sind es 154 Todesfälle.

Aktuell werden 73 Corona-Patientinnen und Patienten im Spital betreut. 10 davon auf der Intensivstation.

Am Freitag hat der Bundesrat entschieden: Ab Dienstag, 22. Dezember, werden unter anderem Restaurants, Museen und Sportbetriebe geschlossen; Kapazitäten in Einkaufsläden werden eingeschränkt. «Der Regierungsrat nimmt die Massnahmen zur Kenntnis», informiert kurz darauf Andrea Affolter, Mediensprecherin der Solothurner Regierung. Insbesondere begrüsse der Regierungsrat «die koordinierte Schliessung der Restaurants.»

Noch keine Infos zu Skiliften und Schulen

Der Kanton könnte die Massnahmen noch verschärfen. Ob das auch passiert, ist Stand Freitag noch nicht klar: «Der Regierungsrat trifft sich nächsten Dienstag zu seiner letzten regulären Sitzung dieses Jahres», so Affolter weiter. «Er wird allfällige zusätzliche Massnahmen – wie bereits im Vorfeld kommuniziert - in diesem Rahmen diskutieren und falls notwendig beschliessen." Zeitnah würde darüber auch informiert.

Offen ist etwa, wie es der Kanton mit den Schulen hält: Etwa die St. Galler Regierung sieht nämlich vor, nach den Weihnachtsferien ab der Sekundarstufe 2 auf Fernunterricht umzustellen. Aus dem Kanton Solothurn gibt es diesbezüglich noch keine Informationen.

Zudem warten die Skilift-Betreiber noch auf den Kanton: Dieser muss eine Bewilligung für ihre Schutzkonzepte erteilen. Laut Affolter wird diesbezüglich Anfang nächste Woche informiert. (szr)