Naturschutz
Nicole Hirt wird die neue Präsidentin von Pro Natura Solothurn

Präsidiumswechsel bei Pro Natura Solothurn: Nicole Hirt tritt Ende Monat die Nachfolge von Irene Froelicher (GLP, Lommiswil) an. Die Wahl findet am 25. Mai während der Generalversammlung in Altreu statt.

Urs Mathys
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Plädiert für mehr Anreize für ökologisches Handeln: Nicole Hirt.

Plädiert für mehr Anreize für ökologisches Handeln: Nicole Hirt.

Zur Verfügung gestellt

Die Grenchnerin Hirt ist am 3. März für die Grünliberalen neu in den Kantonsrat gewählt worden. Sie «erlöste» mit ihrer Zusage die Pro-Natura-Verantwortlichen, die zuvor bei anderen potenziellen Kandidaten einen Korb eingefangen hatten. Nicole Hirt ist 49-jährig, Kauffrau, Biologin und Sekundarlehrkraft. Im Wahlkampf hatte sie nicht zuletzt für die Schaffung von zusätzlichen Anreizen für ökologisches Handeln plädiert.

In der Einladung zur Verbands-Generalversammlung schreibt die als Präsidentin wie auch als Kantonsrätin abtretende Irene Froelicher, sie sei «überzeugt, das ‹Schiff› Pro Natura meiner/m Nachfolger/in in gutem Zustand übergeben zu können». Wer diese Person sein soll, geht aus dem ganzen Bulletin-Inhalt aber nicht hervor. «Gibt es Probleme bei der Nachfolgeregelung?», lautet deshalb die naheliegende Frage an Geschäftsführerin Ariane Hausammann. Diese winkt ab: «Nein, nein, es gibt inzwischen eine Kandidatin.» Wegen des frühen Redaktionsschlusses für die Einladungsbroschüre habe man deren Namen dort drin aber noch nicht publizieren können.

Immer Kantonsrat an der Spitze

Laut Hausammann habe man die Parlamentswahlen vom 3. März abgewartet, und sei bei der frisch gewählten Grenchner Kantonsrätin fündig geworden. Irene Froelicher bestätigt auf Anfrage, dass man zuvor im Kreis der bisherigen Kantonsratsmitglieder vergeblich nach einer Nachfolgelösung gesucht habe. Denn: «Die meisten haben bereits so viele Verpflichtungen am Hut, dass sie nicht auch noch ein solches Präsidentenamt übernehmen können». Dass Pro Natura - der frühere Solothurnische Naturschutzverband - von einem Kantonsratsmitglied präsidiert wird, entspreche einer langen, bewährten Tradition, unterstreicht Froelicher. «Das ist wichtig für unsere Arbeit, kann ein Parlamentsmitglied doch immer von einem guten Beziehungsnetz in die Politik und in die Verwaltung profitieren.» Letzten Herbst sei deshalb beschlossen worden, die Neuwahlen abzuwarten, in der Hoffnung, dann bei einem neu gewählten Ratsmitglied fündig zu werden.

Weiter in bürgerlichen Händen

Diese Strategie ging auf: Nicole Hirt will sich die nötige Zeit nun offensichtlich nehmen. Die Grenchnerin hat sich laut Froelicher jüngst im Rahmen einer ausserordentlichen Vorstandssitzung vorgestellt und werde vom Gremium einstimmig zur Wahl vorgeschlagen. Die Wahl durch die Generalversammlung dürfte am 25. Mai eine reine Formsache sein.

Das Präsidium von Pro Natura Solothurn verbleibt damit - ebenfalls eine Tradition - in bürgerlichen Händen. Auch dies hat sich gemäss Irene Froelicher in all den Jahren bewährt, verhelfe es doch der Organisation zu mehr und besserer Akzeptanz. Froelicher hatte das Präsidium vor zehn Jahren noch als FDP-Kantonsrätin übernommen, trat dann 2011 aber zur hier neu auftretenden GLP über. Ihren Rücktritt als Pro-Natura-Präsidentin hatte sie bereits vor einem Jahr, im Rahmen der letzten Generalversammlung, angekündigt.

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