Schweisshunde sind Jagdhunde, die dazu abgerichtet sind, der Spur eines verletzten Tieres zu folgen und so den Jäger zum Wild zu führen. Damit die Jäger mit ihren Hunden die gesetzlich vorgeschriebene Aufgabe im Kanton Solothurn übernehmen dürfen, müssen sie eine Prüfung bestehen. Mitte August war es wieder so weit. Unter der Führung von Edgar Renz, Präsident der kantonalen Jagdhundekommission, und Prüfungsleiter Jürg Jäggi fanden die Prüfungen statt.

Zum einen wurde die Gehorsamsprüfung nach der Prüfungsordnung von RevierJagd Solothurn abgenommen. Gehorsam steht an oberster Stelle, wenn man einen Jagdhund zum Apportieren, für eine Nachsuche etc. ausbilden möchte. Zum anderen wurden die Schweissprüfungen nach den Richtlinien der technischen Kommission für Jagdhunde abgenommen. Angemeldet hatten sich 29 Gespanne für die 500 Meter und 8 Gespanne für die 1000 Meter Kunstfährten. Zwölf Hundeführerinnen und -führer bestanden die 500-Meter-Prüfung, fünf die 1000-Meter-Prüfung.

Vor allem das Resultat der 500-Meter Prüfung gab wegen der hohen Durchfallquote zu reden. Sicher waren die Bedingungen wegen der langen Trockenzeit nicht einfach, doch das ist natürlich auch die reale Praxis. Prüfungsleiter Jürg Jäggi hatte zum etwas enttäuschenden Resultat eine klare Meinung: «Wir erweisen dem Wild keinen guten Dienst, wenn wir die Messlatte nicht hoch setzen oder zu lasch richten.»

Durchgeführt wurde der Anlass im Hegeringbezirk Wasseramt. Er ist mit 42 Jägern der kleinste Hegering im Kanton und musste die bis dato grösste Teilnehmerzahl an einer Hundeprüfung im Kanton bewältigen. Obmann Hansueli Gerber konnte aber auf die unkomplizierte Hilfe der Nachbar-Hegeringe Bucheggberg und Leberberg zählen.

Höhepunkt war dann das Absenden, bei dem die erfolgreichen Hundeführerinnen und Hundeführer das Diplom entgegennehmen durften. Musikalisch umrahmt wurde das Absenden vom Spiel der Jagdhornbläsergruppe Wandfluh-Bettlach.

Prüfungsleiter Jürg Jäggi fasste abschliessend zusammen: «Die Organisation des Anlasses war top, die Resultate waren, ausser bei den 500-Meter Fährten, gut.»

Die erfolgreichen Gespanne in der 500-Meter- Schweissprüfung:

Peter Berger, Rüderswil, Heideterrier; Ulrich Gränicher, Schnottwil, Deutscher Wachtelhund; Michael Jäggi, Wolfwil, Teckel; Samuel Jäggi, Riedholz, Jura Laufhund; Lesley Müller, Nunningen, Steirische Rauhaarbracke; Kerstin Murer, Nuglar, Jack Russel; Christian Röthlisberger, Trubschachen, Deutscher Wachtelhund; Alfons Schmeisser, Kriegstetten, Schwyzer Laufhund; Mario Schneider, Solothurn, Luzerner Laufhund; Gernot Seitz, Nunningen, Steirische Rauhaarbracke; Guido Sieber, Stüsslingen, Deutscher Drahthaar; Kurt Steiner, Härkingen, Deutscher Wachtelhund; Beat Tschumi, Fraubrunnen, Deutscher Wachtelhund

Die 1000-Meter- Schweissprüfung bestanden haben:

Serge Allemann, Laupersdorf, Schwarzwildbracke/Kopov; Joseph Früh, Breitenbach, Grosser Münsterländer; Bruno Gschwind, Hofstetten, Westfahlenterrier; Kurt Schneeberger, Gänsbrunnen, Tiroler Bracke; Philipp Stampfli, Kestenholz, English Springer Spaniel. (szr)