Jegenstorf

Neuer RBS-Bahnhof: Der Neubau wird nicht ohne betriebliche Einschränkungen umzusetzen sein

Wenn der neue Bahnhof fertig ist, werden längere Züge eingesetzt.

Wenn der neue Bahnhof fertig ist, werden längere Züge eingesetzt.

Die Bauarbeiten des neuen RBS-Bahnhofs in Jegenstorf sollen 2024 beginnen und 2026 beendet werden. Die Bauarbeiten am bestehenden Standort bei laufendem Betrieb aufrechtzuerhalten, sei «sehr anspruchsvoll». Ohne Emissionen und betriebliche Einschränkungen werde dies nicht zu bewältigen sein.

Der Regionalverkehr Bern-Solothurn RBS baut den neuen Bahnhof Jegenstorf am bestehenden Standort. Die Variante eines Neubaus auf einer unbebauten Wiese wurde verworfen, wie RBS und Gemeinde Jegenstorf am Mittwoch mitteilten.

Der auf rund 45 Millionen Franken geschätzte Neubau soll bis 2027 fertig sein: Von diesem Zeitpunkt an setzt der RBS längere Züge ein. Anstelle der heute maximal 120 Meter langen RegioExpress-Züge (RE) sollen dannzumal zwischen Bern und Solothurn RE-Züge mit einer Länge von 180 Metern verkehren.

Dies entspricht einer um 50 Prozent gesteigerten Kapazität zu den Spitzenzeiten und bedingt längere Perrons an den RE-Bahnhöfen. Der neue Bahnhof Jegenstorf wird mit zwei rund 190 Meter langen Aussenperrons ausgestattet sein.

Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich im Herbst 2024 starten und bis Ende 2026 dauern. Bereits heute sei klar, dass ein Neubau am bestehenden Standort bei laufendem Betrieb «sehr anspruchsvoll» sein werde, hiess es weiter. Ohne Emissionen und betriebliche Einschränkungen werde dies nicht zu bewältigen sein.

Das Bahnunternehmen hätte deshalb einen Neubau an einem anderen Standort vorgezogen, zeigte aber Verständnis dafür, dass die Gemeinde die nun gewählte Variante bevorzugt. Diese beanspruche weniger Land und lasse Spielraum für eine künftige bauliche Entwicklung der Gemeinde auf dem freien Feld.

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