Landwirtschaft
Neuer Präsident von Bio Nordwestschweiz: «Bio hat Zukunft»

Die Generalversammlung des Vereins Bio Nordwestschweiz stand ganz im Zeichen eines Generationenwechsels: Durchweg übernahmen junge Leute die Verantwortung.

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Felix Lang übergibt sein Amt an Patrik Birrer

Felix Lang übergibt sein Amt an Patrik Birrer

Benildis Bentolila

Schwierig zu sagen, wessen Abend es war an der Generalversammlung der Bio Nordwestschweiz (Kantone Solothurn und beide Basel) am landwirtschaftlichen Zentrum Ebenrain in Sissach. Es gab so viele Personen zu feiern, zu verabschieden, willkommen zu heissen. Eigentlich war es eher eine grosse, fröhliche Party denn eine trockene Generalversammlung, an der über 70 Personen teilnahmen.

Patrik Birrer für Felix Lang

Felix Lang, Lostorf, gab nach elf Jahren das Präsidium weiter an den jungen Biobauern Patrik Birrer, Hof Oberaesch, Duggingen. Mitstreiter, PolitikerInnen, Vertreter von Behörden und bäuerlichen Organisationen lobten den Zurücktretenden als grossen Schaffer, hart aber fair im Verhandeln und als überzeugten Repräsentant des Bio Landbaus.

Herbert Schluep, Nennigkofen, amtete 20 Jahre als OK-Präsident der «Biobäuerinnen und Biobauern an der HESO». Er hielt selbst Rückblick über zwei hoch reizvolle Jahrzehnte, zusammen mit seinem Mitstreiter Martin Riggenbach, Solothurn. Dann übergab er das Zepter an den jungen Gemüsebauern Niklaus Müller, Bibern. Überhaupt ist bei den Biobauern und Biobäuerinnen eine offensichtliche Verjüngung – an der Basis wie in den Gremien – im Gange. So konnten weitere unternehmungsfreudige Leute in den Vorstand gewählt werden, nämlich Manuela Lerch, Läufelfingen, Flavio Bühler, Aesch, und Christian Riggenbach, Solothurn, der sich an überraschend aber überzeugt meldete.

132 Biobetriebe im Kanton

«Bio hat Zukunft», hielt der neue Präsident Patrik Birrer fest, «da wollen wir mitmachen.» Seine Aussage unterstreichen die Umstellungszahlen: Zurzeit werden im Baselbiet fünf, und im Kanton Solothurn gar zehn Betriebe umgestellt. Aktuell gibt es im Solothurnischen 132 und in Baselland 124 Biobetriebe.

Die Abtretenden wurden geehrt von Nationalrätin Maya Graf, vom Dienststellenleiter Landwirtschaftliches Zentrum Ebenrain Lukas Kilcher und dem Chef Amt für Landwirtschaft Solothurn Felix Schibli. Der Solothurner Bauernpräsident Andreas Vögtli hielt fest: «Wir dürfen nicht dauernd herausstreichen, wir seien Bio- oder IP-Bauern, sondern wir müssen zusammenstehen und sagen, wir sind Schweizer Bauern.» Nur so könnten alle profitieren. Vereinssekretärin Marianne Jaggi ehrte Eva Ulm für 18 und Rosmarie Eichenberger für zehn Jahre dynamische Mitarbeit im OK HESO. Auch sie werden ersetzt durch jüngere Personen.