An der Spitze der mit Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter paritätisch zusammengesetzten Kontrollstelle ist es zu einem Wechsel gekommen. An der Generalversammlung gab Gewerkschafter Markus Baumann seinen Rücktritt bekannt.

Er hatte das Amt seit der Gründung der AKS im Herbst 2007 inne. Die AKS überprüft die korrekte Umsetzung des Entsendegesetzes (es regelt die minimalen Arbeits- und Lohnbedingungen für in die Schweiz entsandte Arbeitnehmer) sowie die Einhaltung der allgemein verbindlich erklärten Gesamtarbeitsverträge.

Tausch zwischen Präsident und Vize

Die Generalversammlung wählte einstimmig den bisherigen Vizepräsidenten Gilbert Studer als Arbeitgebervertreter zum neuen Präsidenten. Studer ist Unternehmer und betreibt in Rüttenen ein Maler- und Gipsergeschäft.

Zugleich ist er FDP-Gemeindepräsident von Rüttenen. Markus Baumann bleibt auch nach seinem Rücktritt im Vorstand der AKS. Er wurde an der Versammlung zum Vizepräsidenten gewählt. Die übrigen Vorstandsmitglieder wurden alle in ihrem Amt bestätigt.

Erneut mehr ausländische Arbeitskräfte

Auch nach sechs Jahren zeigt sich, dass die Arbeit der AKS nötig ist, um die Einhaltung der Arbeits- und Lohnbedingungen, vorab auf den Baustellen, möglichst zu sichern, hiess es an der Generalversammlung.

Die Zahl der gemeldeten Entsandten ist 2013 nämlich erneut gestiegen und zwar um 4 Prozent auf 6431 ausländische Arbeitskräfte im Kanton. Die AKS führt im Auftrag von 14 paritätischen Kommissionen vorab im Bau- und im Baunebengewerbe Kontrollen durch. Kontrolliert wurden 2419 ausländische und inländische Arbeitnehmer in den angeschlossenen Branchen, 20 Prozent mehr als im Vorjahr.

Verfehlungen bei jedem vierten Arbeitgeber

Insgesamt hat die AKS im abgelaufenen Jahr 1101 Arbeitgeber kontrolliert, 704 ausländische und 397 Schweizer Firmen. Dabei sei es zu 264 Verfehlungen gekommen, wie AKS-Geschäftsführer Andreas Gasche im Geschäftsbericht festhält.

Das sind leicht weniger als im Vorjahr. Der Anteil der Verfehlungen an den definitiv abgeschlossenen Fällen entspricht 26,8 Prozent. Das heisst, bei mehr als jedem vierten Arbeitgeber wurden Verstösse festgestellt. Bei der Hälfte ging es um Verstösse gegen Bestimmungen in den Gesamtarbeitsverträgen.