"Stefan Zschiedrich war zuletzt am Universitätsklinikum Freiburg i. Br. (D) tätig und bringt eine langjährige Erfahrung in der Diagnostik und Therapie aller nephrologischen Krankheitsbilder mit – insbesondere auch in der Steuerung von Nierenersatzverfahren, Aphereseverfahren sowie in der Vorbereitung und Nachsorge von Nierentransplantationen", teilt die Solothurner Spitäler AG mit.

Der ursprünglich aus Mainz stammende und in Bremen aufgewachsene PD Dr. med. Stefan Zschiedrich studierte von 2000 bis 2006 Humanmedizin in Freiburg i. Br., Zürich und Tampa (USA). Er ist mit der Theologin Dr. theol. Elisabeth Zschiedrich verheiratet und Vater von drei Kindern.

Bereits während des Studiums beschäftigte er sich in seiner Doktorarbeit in Freiburg i. Br. intensiv mit Fragen der experimentellen Nephrologie. Seine Assistenzarztweiterbildung absolvierte er ebenfalls in Freiburg. 2012 erwarb er den Facharzttitel für Innere Medizin. Im Anschluss war er zunächst Funktionsoberarzt, ab 2013 dann Oberarzt der Klinik. Gleichzeitig wurde er zum Nierentransplantationskoordinator der Klinik für Innere Medizin IV (Nephrologie und Allgemeinmedizin) des Universitätsklinikums Freiburg i. Br. ernannt, drei Jahre später zum Nierentransplantationsbeauftragten. Im Jahr 2015 legte er seine zweite Facharztprüfung für Innere Medizin und Nephrologie ab. Seit 2013 leitete er zusätzlich das grösste ambulante Zentrum in Deutschland für die von Hippel-Lindau-Erkrankung, eine seltene genetische Multitumorerkrankung mit Nierenbeteiligung.

Stefan Zschiedrich bringt laut soH nicht nur klinische Erfahrung mit, um die Nephrologie am BSS gemeinsam mit seinem neuen Team weiterzuentwickeln. Er besitze als früherer Budget- und Investitionsberater seiner früheren Klinik in Freiburg i. Br., Fort- und Weiterbildungsbeauftragter und Organisator für Fortbildungsveranstaltungen im Bereich Nierentransplantation auch einen gut gefüllten Rucksack für die administrative Leitung der bei der Solothurner Bevölkerung gut etablierten Nephrologie. 2018 schloss er eine Fortbildung zum Health Care Manager an der Universität Freiburg i. Br. sowie ein kompetitiv vergebenes Nachwuchsförderungsprogramm für Führungskräfte der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie ab.

Neben seiner klinischen Tätigkeit bildet die wissenschaftliche Arbeit ein weiteres wichtiges Standbein für Stefan Zschiedrich. Nach einer experimentellen Postdoc-Phase im Labor von Prof. Dr. T. Huber von 2010 bis 2012 in Freiburg i. Br. befasst er sich vorrangig mit klinischen Fragestellungen im Bereich der Zystennierenerkrankungen und Nierentransplantation. 2016 wurde er von der Universität Freiburg i. Br. habilitiert und erhielt die Venia Legendi. Bereits seit 2011 betreut er selbst Doktoranden bei ihren experimentellen oder klinisch-statistischen Dissertationen.

Qualifiziert durch das Kompetenzzentrum für Hochschuldidaktik in Medizin Baden-Württemberg hat er regelmässig Vorlesungen für Studierende der Human- und Zahnmedizin gehalten, sowie Seminare und Stationspraktika angeleitet. Seit 2014 nimmt er als Vorsitzender bzw. Co-Prüfer Staatsexamensprüfungen ab. "Seine Erfahrung in der Weiterbildung junger Ärztinnen und Ärzte ist nicht nur für die Nephrologie, sondern für die gesamte Innere Medizin am BSS ein grosser Gewinn", kommt die Geschäftsleitung zum Schluss. (Mgt)