Bereits am 22. September 1992 übergab der Kanton den Chemiewehren Breitenbach, Olten und Solothurn Spezialfahrzeuge und Einsatzmaterial für die Bewältigung von Chemieunfällen. Diese wurden nun durch modernes Material ersetzt. Während vor 25 Jahren auch die Ölwehren in Balsthal, Dornach, Grenchen und Schönenwerd nachgerüstet wurden, ersetzt der Kanton heute nur drei der insgesamt sieben Fahrzeuge.

Insgesamt belaufen sich die Beschaffungskosten für die drei Spezialfahrzeuge und dazugehöriger Ausrüstung auf 3,1 Millionen Franken, wie es in einer Mitteilung der Staatskanzlei heisst. Das Amt für Umwelt leistet daran einen Beitrag von 2,48 Mio. Franken, die Solothurnische Gebäudeversicherung zahlt 0,62 Mio. Franken.

Der Kanton reagiert mit der Anschaffung auf aktuelle Risikoeinschätzungen von Spezialisten. Diese stellen ein verringertes Gefahrenrisiko fest. Grund dafür ist die konsequente Umsetzung der Umwelt- und Gewässerschutzgesetzgebung in den letzten Jahrzehnten.

Ortsfeuerwehren tragen mehr Verantwortung

Mit der Reduktion auf drei Oel- und Chemiewehren im Kanton gewinnt der Ersteinsatz der Ortsfeuerwehren an Bedeutung. Bis zum Eintreffen der Spezialwehren leisten sie rasche und wirksame Hilfe. Sie erhalten dazu neue Modulwagen mit Material für den Ersteinsatz. Damit wird bei den Ortsfeuerwehren alte Ausrüstung ersetzt, die grösstenteils 50 Jahre im Einsatz stand. (sks)