Bernard Staub, Chef des kantonalen Amtes für Raumplanung, ist froh, «dass es weiter geht». Er bestätigt, dass sein Amt ebenso wie die Denkmalpflege frühzeitig über die Pläne informiert worden waren. Das Resultat: «Auf Ebene der prinzipiellen Fragen besteht ein Konsens», so Staub. Allerdings werde es noch eine Vorprüfung geben, die kantonale Nutzungsplanung wird aufliegen und mittels Gestaltungsplan müssten durchaus noch einige Punkte «verbindlicher geregelt werden». Bevor ein Baugesuch bewilligt wird, muss auch der Finanzierungsausweis vorliegen. Von der Zone her sei der Bau möglich, so Staub. Seit dem Seilbahnbau besteht eine kantonale Nutzungsplanung, die eine Erholungs-/Freizeitzone ums Kurhaus vorsieht. In dieser kann trotz Juraschutz das Projekt realisiert werden. Für die Bevölkerung gibt es die Möglichkeit, bis zum 1. April Stellungnahmen ans Amt zu schicken, das diese dann auswertet. An der Parkplatzsituation und am heutigen Verkehrsregime werde nicht gerüttelt, stellt Staub klar.

Entwicklung des Kurhauses Weissenstein im Wandel der Zeit

Entwicklung des Kurhauses Weissenstein im Wandel der Zeit

Jürgen Hofer freut sich: Der Solothurner Tourismusdirektor erhält mit dem Selbstbedienungsrestaurant und dem Spielplatz zwei der Forderungen erfüllt, die er seit Jahren für den Berg gefordert hat. Hofer schätzt die vorgestellten Neuerungen (Selbstbedienungsrestaurant, Seminarkubus, Spielplatz und zusätzliche Hotelzimmer) auch für die oekonomische Zukunft des Hauses als wichtig ein. Er begrüsst zusätzliche und modernere Hotelzimmer. Bereits heute würden die derzeit noch bescheidenen Hotelzimmer gut gebucht. Hofer ist überzeugt: Der ganze Weissenstein wird profitieren. Allenfalls in der Pflicht sieht er die Betreiber, die Anreise von mehreren Hundert Seminar- oder Festgästen zu lösen.

Bei Pro Natura Solothurn schätzt man das Projekt grundsätzlich positiv ein. «Laut den ersten Informationen ist es für uns ein gangbarer Weg», sagt Geschäftsführerin Ariane Hausammann. Anmerkungen möchte der Verband aber bei gewissen Details machen. «Es ist wichtig, dass wir da mitreden können.»

Noch etwas Zeit beansprucht der Solothurner Heimatschutz, bevor er sich konkret äussern will. «Grundsätzlich ist es aus unserer Sicht positiv, dass die Denkmalpflege intensiv beteiligt war», sagt Präsident Daniele Grambone. Bedenken könnte der Verein aber bezüglich des Volumens und der Architektur des Neubaus haben. Bevor aber nicht die Pläne vorliegen würden, könne dies zu wenig beurteilt werden, so Grambone.

Werner Baumgartner, Präsident von Pro Weissenstein, hat keine Bedenken. «Wir begrüssen das Gesamtprojekt.» Der Juragarten, den der Verein pflegt, bleibt bestehen. (lfh)