In drei Leiterkursen wurden in diesem Winter durch die Kantonale Sportfachstelle Solothurn insgesamt 135 junge Schneesportbegeisterte aus der ganzen Schweiz zu neuen J+S-Leiterinnen und -Leitern ausgebildet. 48 davon stammten aus dem Kanton Solothurn.

Für die Kursleitungen zeichneten die Experten Stephan Sailer, Bern, Michael Järmann, Riedholz und Urs von Roll, Balm b. Günsberg, verantwortlich.

Neben diesen Leiterkursen absolvierten in der gleichen Zeitspanne ebenfalls auf der Fiescheralp auch rund 80 Leiter ihren alle zwei Jahre geforderten Fortbildungskurs. Diese Kurse sind notwendig, wenn man später als Coach oder Experte eingesetzt werden will. Hier geht es in erster Linie darum, dass die Führungskräfte mit den Änderungen und stets neuen Anforderungen in administrativen Bereich auf der Höhe sind.

Die Anforderungen sind hart

Ein Besuch im Februar auf der Riederalp zeigte deutlich auf, dass die Leiterkurse für die meist sehr jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer kein Plauschskifahren oder Snöben darstellen. Stephan Sailer: «Alle Teilnehmer kommen freiwillig und jeder weiss genau, was er erreichen will.»

Trotz der keineswegs legeren Ausbildung äussern sich die Kursteilnehmer durchwegs positiv. Séline Schneider, die erst 17-Jährige aus Riedholz, hat selber mehrere Skilager besucht und wurde durch einen Leiter dazu animiert, doch selber einen Leiterkurs zu absolvieren. «Jetzt freue ich mich, im nächsten Winter selber vor einer Klasse zu stehen.» Auch Tanja Geiser aus Hägendorf, sie ist KV-Lehrtochter im 3. Lehrjahr, findet den Kurs zwar anstrengend, aber sehr lehrreich, möchte bald selber bei der Leitung eines Schneesportkurses mithelfen. Die Geräteturnerin im STV Hägendorf: «Ich freue mich jetzt schon mega darauf.»

Stephan Sailer ist ausgebildeter Sportlehrer und J+S-Experte. Er leitet auf dem «Kühboden» hoch über Fiesch erstmals als verantwortlicher Leiter eine Lagerwoche. Als Ziel hat für ihn eine optimaler Informationsfluss absolute Priorität. Die Ausbildung soll zudem praxisbezogen sein. «Daher gibt es auch mal einen Wechsel, Snowboarder fahren Ski – und umgekehrt.» Die Theorie versucht er, zusammen mit seinem Leiterteam auf eine möglichst einfache Art zu vermitteln.

Gut kommt bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auch an, dass sie Pistentricks ohne technische Hilfsmittel und nur mithilfe des Geländes umsetzen lernen. Die neue Sportart Slopestyle, so wie man diese kürzlich in Sotschi erstmals wettkampfmässig zu sehen bekam, wurde von allen Kurs-Teilnehmenden mit Begeisterung aufgenommen.