Nach angeregter Diskussion über den Bedarf an solchen Plätzen und den richtigen Zeitpunkt für die Lancierung der Initiative stimmten die Teilnehmer an der ausserordentlichen Generalversammlung im Zentrum Passwang in Breitenbach der Lancierung zu. Die Unterschriftensammlung kann damit schon in den nächsten Monaten starten.

Sparen und entlasten

Teilstationäre Angebote, wie Tagesstätten, Nachtstätten oder Ferien- und Entlastungsbetten, auch in Alters- und Pflegeheimen, würden heute im Kanton Solothurn nur in geringem Mass angeboten. Dabei seien teilstationäre Angebote als notwendiges Bindeglied zwischen häuslicher und stationärer Pflege auszubauen, argumentiert die GSA in ihrem Initiativtext. Nicht zu unterschätzen sei ausserdem der Spareffekt. Seniorinnen und Senioren könnten dank solchen Tagesstätten länger im eigenen Zuhause wohnen und müssten nicht frühzeitig in die Obhut eines Alters- oder Pflegeheimes gebracht werden. Ausserdem könnten so auch pflegende Angehörige entlastet werden.

Die Initiative der Alters- und Pflegeheime verlangt darum, dass die Einwohnergemeinden den pflegebedürftigen Menschen finanziell den Besuch teilstationärer Einrichtungen sichern. Um das Anliegen vors Solothurner Stimmvolk zu bringen, müssten die Mitglieder des GSA und deren Sympathisanten 3000 Unterschriften sammeln. Es sei aber durchaus möglich, dass der politische Druck ausreiche, um den Regierungsrat zu einem akzeptablen Gegenvorschlag zu bewegen, meinte GSA-Präsident Urs Hufschmid.

Neues Vorstandsmitglied

Als neues Mitglied in den GSA-Vorstand gewählt wurde Tony Broghammer, Vorsitzender der Bankleitung der Raiffeisenbank Wandflue in Grenchen. Broghammer hat mit der Altenpflege direkt nichts zu tun, ihm liege das Thema aber am Herzen, wie er vor den Anwesenden erklärte. Künftig wird er als Vertreter der Trägerschaft im GSA-Vorstand Platz nehmen und das Ressort Betriebswirtschaft betreuen. Ausserdem wurde die Standardisierung des Eintrittsformulars beschlossen. Damit soll die Kontaktaufnahme der Sozialdienste mit den Heimen vereinfacht werden. Pensionsverträge beziehungsweise Bewohnerverträge sollen hingegen weiterhin individuell verfasst werden. (meb)