Der schwere Unfall auf der A1 hinterliess grosses Chaos. Der Verkehr staute sich kilometerweit in beide Richtungen. Auch auf der Fahrbahn selbst herrschte nach dem Unglück ein drunter und drüber.

Aufräumarbeiten nach dem Unfall auf der A1

Aufräumarbeiten nach dem Unfall

Nach ersten Erkenntnissen ist der Lastwagen, der eine rund 35 Tonnen schwere Baumaschine geladen hatte, aus ungeklärter Ursache ins Schleudern geraten. Daraufhin hat sich der Anhänger mit einer geladenen Baumaschine, einem Steinbrecher, überschlagen. Die 35-Tonnen-schwere Maschine hat die Fahrbahn sichtbar in Mitleidenschaft gezogen. «Die Baumaschine hat tiefe Furchen in die Autobahn geschlagen», so Kapo-Mediensprecher Andreas Mock vor Ort.

«Wir wollen versuchen, das mit einem Spezialbelag provisorisch wieder in Stand zu stellen», so Dieter Flückiger von der Nationalstrassen Nordwestschweiz AG. Er ist zuständig dafür, dass der Verkehr auf der A1 wieder sicher fliesst. Der Leiter des Oensinger Werkhofs und seine Angestellten räumten am Unfallort auf und stellten alles wieder instand. Neben dem Belag müssen auch die Leitplanken wieder gerichtet werden.

Dieter Flückiger von der Nationalstrassen Nordwestschweiz AG im Interview über den Unfall und die Aufräumarbeiten

Dieter Flückiger von der Nationalstrassen Nordwestschweiz AG im Interview über den Unfall und die Aufräumarbeiten

Die Bergungs- und Räumungsarbeiten starteten sofort nach dem Unfall. Die am Unfall beteiligten Fahrzeuge wurden eines nach dem anderen abtransportiert, die Fahrbahn wurde von Dreck und Benzin befreit und die beschädigte Mittelleitplanke abgetrennt.

Zwei im Unfall verwickelte Fahrzeuge wurden bereits in den ersten Stunden abtransportiert. Der Unfall-LKW wurde gegen 17 Uhr mit einem Abschleppwagen auf die andere Fahrbahn transportiert, um die Spur in Richtung Bern freizubekommen. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch gerade der Steinbrecher geborgen.

Der 35-Tonnen-schwere Steinbrecher wird kurz vor 17 Uhr aufgeladen

Der 35-Tonnen-schwere Steinbrecher wird kurz vor 17 Uhr aufgeladen

Die Bergung lockte viele Schaulustige an. Polizisten haben während der ganzen Räumungsaktion die nahe Eisenbahnbrücke gesichert, damit sich keine Personen darauf verirrten. Zwei Hubschrauber tauchten auf - es wurden Filmaufnahmen gemacht.

Aus der Vogel-Perspektive: Mega-Stau nach Unfall auf der A1 bei Luterbach

Aus der Vogel-Perspektive: Mega-Stau nach Unfall auf der A1 bei Luterbach

Beide Spuren gegen 21 Uhr wieder offen

Die Hoffnung der Polizei, die Autobahn für den Feierabendverkehr wieder freizugeben, wurde nicht erhört. Das tägliche Verkehrsaufkommen auf diesem Teil der A1 beträgt um die 100'000 Fahrzeuge. Die totale Sperrung bis nach 17 Uhr führte denn auch zu einem Verkehrschaos in der ganzen Region.

Das Nebenstrassennetz war komplett ausgelastet. Viasuisse meldete Staus auf den Hauptstrassen zwischen Biel und Solothurn, Egerkingen und Solothurn sowie zwischen Kirchberg und Langenthal.

Bereits zwei Stunden nach dem Unfall staute sich der Verkehr auf der A1 gemäss Angaben von Viasuisse in beiden Richtungen bereits auf einer Länge von 10 Kilometern. Reisenden zwischen Gotthard/Luzern und Bern wurde empfohlen, die Brünig-Route zu benutzen.

Die Autobahn A1 war im Bereich der Unfallstelle bis nach 19 Uhr zumindest einspurig wieder in beiden Richtungen normal befahrbar.

SBB mit Extrazügen

Die SBB reagierte schnell auf den Unfall und das Bedürfnis nach mehr Transportkapazität auf der Ost-West-Achse durch die Schweiz. Sie stellte in Bern, Olten, Basel und Zürich Extrazüge und das entsprechende Personal bereit.

Sobald ein erhöhtes Passagieraufkommen registriert wird, werden diese auf die Reise geschickt. Die Kapazität der fahrplanmässigen Züge wurde zudem mit zusätzlichen Wagen verlängert.