Der Lastwagenchauffeur, der am 27. Mai auf der A1 bei Deitingen SO einen schweren Unfall verursacht hatte, ist wegen Nichtbeherrschen des Fahrzeugs und ungenügend gesicherter Ladung angezeigt worden. Dies ist das Resultat der inzwischen abgeschlossenen Ermittlungen der Solothurner Kantonspolizei.

Welche Busse den 25-jährigen Chauffeur erwartet, steht noch nicht fest. Die Anzeige gehe nun an die Solothurner Staatsanwaltschaft, welche die Sache strafrechtlich beurteilen werde, sagte Polizeisprecher Andreas Mock auf Anfrage.

Gemäss den am Mittwoch veröffentlichten Erkenntnissen der Polizei war der Chauffeur auf dem rechten Fahrstreifen der A1 in Richtung Zürich unterwegs, als er von einem anderen Lastwagen überholt wurde. Dabei wollte er seine Fahrzeugkombination noch weiter nach rechts lenken.

Als Folge der Lenkbewegung, der Strassenverhältnisse und einer ungenügend gesicherten Ladung geriet der Anhänger ins Schleudern, was zum Unfall führte. Auf dem Anhänger befand sich eine rund 25 Tonnen schwere Siebanlage.

Fahrzeug und Anhänger gerieten auf die Gegenfahrbahn, wo weitere Fahrzeuge in den Unfall verwickelt wurden. 12 Personen wurden verletzt, keine davon ernsthaft.

Der Unfall führte zu einer stundenlangen Sperrung der Autobahn in beiden Richtungen und zu einem grösseren Verkehrschaos im Mittelland. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere 100‘000 Franken.