Kuh-Attacke
Nach Kuh-Attacke auf dem Weissenstein: Wie sich Wanderer verhalten sollten

Am Mittwochnachmittag wurde eine 69-Jährige Frau auf dem Weissenstein von Mutterkühen attackiert und musste mit der Rega ins Spital geflogen werden. Auf dem Weissenstein führen manche Wanderwege durch die Kuhweiden, dies löst bei gewissen Wanderern Kopfschütteln aus.

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Die 69-jährige Rentnerin wurde von der Mutterkuh schwer verletzt und liegt noch immer im Spital in Bern. Bauer Franz Niederberger, Besitzer der Kuh-Herde, zeigt sich gegenüber Tele M1 betroffen: «Ich habe heute morgen mit der Frau telefoniert und werde mich weiter bei ihr melden. Ich hoffe es geht ihr bald wieder besser.»

Kühe sind keine aggressiven Tiere

Fakt ist Kühe sind eigentlich keine aggressiven Tiere. Haben sie aber Nachwuchs, kann in den Augen der Mutter ein Wanderer eine Gefahr für das Kalb darstellen. «Ich schätze dies war auch gestern der Fall gewesen», meint Bauer Niederberger.

Das Problem ist, dass sich viele Wanderer der Gefahr gar nicht bewusst sind. Auf dem Weissenstein hat es zwar mehrere Warnschilder, aber vielen fallen diese gar nicht auf. Von gewissen Wanderern kommt jetzt Kritik auf. Tele M1 trifft auf dem Weissenstein Wanderer Kurt Oppliger an: «Ich finde es gemein, wenn man Mutterkühe auf Wanderwegen herumlaufen lässt, das ist meiner Meinung nach gefährlich.»

Von Mutterkuh-Herden abkehren

Man könne auf so einer grossen Weide gar nicht alle Kühe einzäunen, sagt Hans Küpfer von den Solothurner Wanderwegen. Seiner Meinung nach sollte es keine Zwischenfälle geben, wenn die Wanderer ein Paar Tipps beachten.

«Ich appelliere an die Personen, die auf dem Weissenstein wandern, dass sie vernünftig sind. Vor allem Hunde stellen immer wieder ein Problem dar. Wenn die Wanderer auf eine Mutterkuh-Herde treffen, sollten sie sich zudem von ihnen abkehren und nicht in ihre Richtung gehen.»(sbi)