Grenchen

Nach heftigen Überschwemmungen: «Wichtig, dass man im Lingerizquartier etwas macht»

Blick aufs Schadensbild in Grenchen

Blick aufs Schadensbild in Grenchen

Nach den heftigen Überschwemmungen vor knapp einer Woche ist klar: In Sachen Hochwasserschutz muss sich in der Stadt etwas ändern.

Die Grenchner Feuerwehr stand vergangenen Montag im Dauereinsatz. 18 Mal mussten die Feuerwehrleute wegen Überschwemmungen ausrücken. 250 Einsatzstunden kamen so zusammen. Besonders verheerend war die Situation im Lingerizquartier. Dort floss wie ein Bach etwa 10‘000 Liter Wasser pro Minute durch das Quartier und in die Keller der höher gelegenen Mehrfamilienhäuser, da die Wiese im Grot weiter oben völlig voll gesogen war.

Feuerwehrkommandant Thomas Maritz sieht im Quartier deshalb klar Handlungsbedarf, wie er gegenüber dem Regionalsender «TeleM1» sagt: «Es ist wichtig, dass man dort baulich etwas macht, beispielsweise eine Entwässerungsrinne einzieht. Schliesslich betrifft es immerhin doch sieben oder acht Liegenschaften.» Er ist überzeugt, dass zwischen der Stadt und den Eigentümern nun Gespräche stattfinden werden, um solche Situation in Zukunft zu vermeiden.

Glück im Unglück hatte Marco Schneider: Rund 7000 Franken Sachschaden verzeichnete er in seinem überfluteten Gartenbaugeschäft – weniger, als zuerst befürchtet. Wände und Türen sind zwar kaputt, aber grosse Maschinen sind nicht betroffen. Bereits zum vierten Mal in diesem Monat drang Wasser in sein Atelier ein.

Vom Stadtpräsidenten, der sich am vergangen Montag die Schäden ansah, erwartet er Hilfe. «Ich hoffe sehr, dass jetzt die Gemeinde und der Stadtpräsident mit mir und den anderen Betroffenen zusammensitzen und eine Lösung finden.» Er könne sich beispielsweise einen unterirdischen Kanal vorstellen, durch den die Wassermassen abfliessen könnten.

Über die Unterstützung der Feuerwehr, die Sandsäcke brachte, war nicht nur Marco Schneider froh: Mit ihrem grossen Einsatz gewannen die Feuerwehrleute viel Sympathien. Sie hätten Briefe und Schokolade als Dank erhalten, sagt Kommandant Thomas Maritz. «Das tut gut. Das haben wir selten. Deshalb ist es umso schöner.»

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