Weissensteintunnel
Nach Entscheid von Ständerat: Ist die Tunnel-Sanierung in Griffweite?

Positive Signale: Der Ständerat sagt Ja zum 13,2 Milliarden-Paket für die Bahninfrastruktur. Der Weissensteintunnel könnte von einer Reserve profitieren.

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Kann der Weissensteintunnel saniert werden?

Kann der Weissensteintunnel saniert werden?

Thomas Ulrich und Tina Dauwalder

Gut 13,2 Milliarden Franken sollen von 2017 bis 2020 in die Bahninfrastruktur fliessen – fast 2,4 Milliarden Franken mehr als in der laufenden Periode. Das hat der Ständerat beschlossen. Mit dem Geld aus dem neuen Bahninfrastrukturfonds (BIF) werden die Kosten von Betrieb und Substanzerhalt gedeckt.

Hinzu kommen Einnahmen aus den Trassenpreisen, die ebenfalls erhöht werden. 500 Millionen Franken sind als Reserve für Unvorhersehbares vorgesehen – das dürfte im Kanton Solothurn auf Interesse stossen. Denn in die Reserven könnte laut Botschaft des Bundesrats auch die Sanierung des Weissensteintunnels zwischen Oberdorf und Gänsbrunnen fallen.

BLS hat Baugesuch parat

Eine Sanierung des Tunnels kostet bis zu 170 Millionen Franken, wenn der Tunnel für weitere 50 Jahre betriebsbereit gemacht werden soll. Wird der Tunnel für 25 Jahre fit gemacht, soll die Sanierung etwa 100 Millionen Franken kosten. Das Ja des Ständerats zum Milliarden-Paket darf als kleiner Schritt in Richtung Sanierung interpretiert werden. Folgt der Nationalrat diesem Entscheid, stünde einer Sanierung über die BIF-Reserven zumindest nichts im Wege.

Bis Ende 2016 soll Klarheit herrschen. Dann wird das Bundesamt für Verkehr (BAV) entscheiden, wie es mit dem Weissensteintunnel weitergeht. Der Solothurner Regierungsrat hat sich deutlich für eine Sanierung ausgesprochen. Zuletzt äusserte auch die Bahnbetreiberin BLS den Willen, den Tunnel weiterbetreiben zu wollen, wenn die Finanzierung dafür gesichert werden kann. Man habe bereits ein entsprechendes Baugesuch vorbereitet, heisst es bei der BLS. (sva/sda)