Gemeinderat Luterbach

Nach dem Nein aus Zuchwil: Das sagen die Parteien zu Top5

Die im Gemeinderat Luterbach vertretenen Parteien lassen sich nicht in die Top5-Karten schauen.

Die im Gemeinderat Luterbach vertretenen Parteien lassen sich nicht in die Top5-Karten schauen.

Derendingen ist bereits aus dem Top5-Rennen. Nachdem sich auch Zuchwil deutlich gegen das Fusionsprojekt ausgesprochen hat, wird es für Luterbach zunehmend schwieriger. Die im Gemeinderat vertretenen Parteien lassen sich nicht in die Karten schauen.

Die FDP ist «sehr gespalten», wie Parteipräsident Jürg Nussbaumer auf Anfrage erklärt. Man habe bewusst keine offizielle Parole gefasst. «Wir werden erst aktiv, wenn es um die Gemeindeversammlung geht.»

Angesprochen auf den Stimmungswechsel in Derendingen, meint Nussbaumer nur, dass es durchaus gut sei, dass man auch in dieser Situation seine eigene Meinung vertreten könne.

CVP hat zwei Herzen

Auch bei der CVP ist man sich in Sachen Fusion nicht einig, wie Parteipräsident Ueli Rüegsegger erklärt. Für ihn ist klar. «Hier geht es nicht um Parteipolitik, sondern um die persönliche Haltung.»

Beide Haltungen seien richtig und für beide gebe es Gründe dafür und dagegen. Die Befürworter meinten, dass mit der Fusion auch politisch der Lebensraum entstehe, in dem man sich heute schon bewege.

Die Gegner seien der Meinung, dass man heute in einem Dorf lebe und auch in einem Dorf bleiben wolle. Im Gemeinderat ist die CVP übrigens genau zweigeteilt.

Zeitpunkt ist zu früh

Die BDP ist in der Person von Martin Joss im Gemeinderat vertreten. Für ihn ist klar, dass die Fusion zwar eine gute Idee ist, der Zeitpunkt aber zu früh komme. Joss wird im Gemeinderat und an der Gemeindeversammlung für «Eintreten» stimmen. «Dieses Geschäft muss an der Urne von möglichst vielen Menschen entschieden werden», erklärt er.

«Geben keine Empfehlung ab»

Die SP Luterbach hat keine offizielle Parteimeinung. «Wir hatten noch keine Parteiversammlung, werden aber vor der Gemeindeversammlung noch eine abhalten», so Gemeinderat Patrick Probst.

Die SP tendiere dazu, auf die Vorlage einzutreten, gebe aber keine Empfehlung ab, ob man der Fusion zustimmen oder diese ablehnen solle. «Wichtig ist uns, dass die Bevölkerung an der Urne abstimmen kann, weil an der Gemeindeversammlung tendenziell nicht allzu viele Stimmberechtigte anwesend sind.»

Gar nicht eintreten

Die SVP sieht dies anders. Sie wird empfehlen, an der Gemeindeversammlung nicht auf die Vorlage einzutreten und diese Meinung auch im Gemeinderat so vertreten. «Wir sind nicht für die Fusion. Es geht zu schnell vorwärts und es sind zu viele Fragen noch ungeklärt.»

Sollte sich im Gemeinderat nur eine hauchdünne Mehrheit, für das eine oder das andere Vorgehen finden, dann könne sich die Bevölkerung an der Gemeindeversammlung ja selbst entscheiden, was sie wolle.

Gemeinderat Luterbach, Montag, 16. November, 18.30 Uhr. Die Sitzung ist öffentlich.

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