Musikwettbewerb
Junge Talente überzeugen in Laupersdorf und Solothurn mit grandiosen Leistungen

Nach der pandemiebedingten Pause herrschte am traditionellen Musikwettbewerb Laupersdorf so grosser Andrang, dass der Anlass erweitert werden musste. Im Thal und in Solothurn waren 69 Instrumental- und 148 Tambourenvorträge zu hören.

Rudolf Schnyder
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Leon Jurt, Loris Moser und Moritz Brügger (von links) vom TV Solothurn 3 legen sich ins Zeug.

Leon Jurt, Loris Moser und Moritz Brügger (von links) vom TV Solothurn 3 legen sich ins Zeug.

Patrick Lüthy

Aus allen Regionen der Schweiz, auch aus dem Wallis, eine Teilnehmerin sogar aus dem fernen Berlin, reisten am Samstag junge Talente mit ihren Familien ins Thal oder in die Kantonshauptstadt Solothurn zum Musikwettbewerb. Insgesamt 227 Darbietungen waren angemeldet, 217 fanden schlussendlich in den Vortragslokalen in Laupersdorf (Tambouren) und in der Kantonsschule Solothurn (Instrumentalisten) auch tatsächlich statt.

Weil diese Anzahl von Darbietungen in den Räumen in Laupersdorf nicht mehr bewältigt werden konnte, wichen die Organisatoren erstmals nach Solothurn aus. Nach dem Ausfall des Wettbewerbes vor einem Jahr wegen Corona war das Interesse der Jugendlichen, sich wieder einmal an einem Wettbewerb musikalisch zu messen, ungemein gross.

Bei den Instrumentalisten standen 30 Vorträge mehr auf dem Programm als 2019. Beim abendlichen Final (wofür sich die jeweils vier Besten in den drei Alterskategorien qualifizierten) war dieses Jahr die Instrumenten-Palette mit Klavier, Violine, Trompete, Waldhorn, Querflöte und Fagott vielfältiger als bei früheren Wettbewerben.

Vorträge von überzeugender Qualität

Es war ein hochstehendes Final-Konzert, und die Leistung aller Finalisten waren grandios. Das Publikum war tief beeindruckt, genoss die Musikvorträge und kam voll auf seine Kosten. Bei den Jüngsten in der Kategorie 1 (bis 11 Jahre) siegte Emilie Köther (Interlaken) mit 78 von 80 möglichen Punkten auf der Violine. Sieger in der Kategorie 2 (12 bis 14 Jahre) wurde Laura Pöpplein (Lachen) mit 78 Punkten auf dem Klavier, und in der Kategorie 3 (ab 15 Jahren) siegte Delia Steiner (Kastanienbaum) mit dem Punktemaximum von 80 Punkten. Sie spielte auf der Querflöte «Fantaisie brillante sur Carmen» von François Borne und erreichte die höchste Punktzahl des Tages, somit gewann sie mit ihrem virtuosen, vor Spielfreude strotzenden Vortrag den Wanderpokal des diesjährigen Wettbewerbes.

Ausnahmekönner auf der Trommel

Einmal mehr waren in Laupersdorf Ausnahmekönner auf der Trommel aus der ganzen Schweiz am Start. Die Mehrzweckhalle Kreuzacker war beim fürs Publikum attraktiven Gruppenwettspiel sehr gut besetzt. Die Technik, die nicht enden wollenden Wirbel, die Leichtigkeit, Dynamik und Präzision waren grandios. Nicht weniger als 43 Gruppen nahmen am Gruppenwettspiel teil.

Es siegte der Tambourenverein Solothurn mit Michel Birchmeier, Salim Azzouz und Elia Blöchlinger mit dem Vortrag «La Bombonera» von Salim Azzouz mit 38.10 von 40 möglichen Punkten. Recht amüsant anzuhören sind jeweils die Namen, mit welchen die einzelnen Gruppen antreten. So kamen nebst «Brodwüoscht», «Di uflättige Höötsch», «Bläsis und Remos», «Generation Alpha», «Kopfsalat», «Henne im Chorb», «die Gschliffne» oder «Vier Fäuste für ein Hallelujah» vor.

Eine hervorragende Leistung im Einzelwettbewerb der Kategorie 2 zeigten Nicolas Gehrig (Basel-Stadt) mit «Supernova» von Ivan Kym und der Tageshöchstpunktzahl von 39.9 Punkten sowie Grégoire Trincherini aus Conthey VS mit «Funky Spirit» von Roman Lombriser und 39,8 Punkten. In der Kategorie 1 im Einzelwettspiel (bis 16 Jahre) siegte Kian Meyer (Horgen) mit 38.0 Punkten und dem Vortrag «dr Zigüner» von Ivan Kym. Die meisten Kompositionen, die getrommelt wurden, stammten aus der Feder von Ivan Kym, Roman Lombriser und Alex Haefeli.

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