Interpellation

Motor aus für schnelle E-Bikes: Im Wald gilt auch für sie Fahrverbot

E-Bike-Fahrer müssen im Wald den Motor abschalten. (Symbolbild)

E-Bike-Fahrer müssen im Wald den Motor abschalten. (Symbolbild)

Waldgebiete sind beliebt, nicht nur bei Spaziergängern und Wanderern, sondern vermehrt auch bei Velo- und E-Bike-Fahrern. Kantonsrätin Nicole Hirt (GLP, Grenchen) wollte vom Regierungsrat wissen, welche Regeln für E-Bikes im Wald gelten.

Grundsätzlich gelte in Waldgebieten ein allgemeines Fahrverbot für Motorfahrzeuge, zu denen eigentlich auch E-Bikes gehören, heisst es in der Stellungnahme der Regierung. Elektrovelos dürften jedoch auf offiziellen Waldwegen fahren, da sie grösstenteils den herkömmlichen Fahrrädern gleichgestellt seien, was die Verkehrsregeln angeht. Wer ein schnelles E-Bike mit maximal 1000-Watt-Motor fährt, muss diesen im Wald jedoch ausschalten. Diese Bikes fallen in die Kategorie Motorfahrrad und erreichen eine Maximalgeschwindigkeit von 45 Stundenkilometern. Die langsameren E-Bikes zählen als Leichtmotorfahrrad, der Motor unterstützt bis 25 km/h .

Gestattet seien gewöhnliche Velos und E-Bikes «grundsätzlich nur auf offiziellen Waldstrassen», wie der Regierungsrat schreibt. Es dürften «keine Wege befahren werden, die sich nicht dafür eignen oder offensichtlich nicht dafür bestimmt sind.» Um Klarheit zu schaffen und alle Interessen der Waldnutzer zu berücksichtigen, brauche es eine eindeutige Signalisation. Als positives Beispiel wird im Schreiben die Witi-Schutzzone genannt, wo auf Tafeln über Fahrverbote und über Ausnahmestrecken informiert wird. 2021 wolle man die rechtlichen und planerischen Grundlagen für die Waldgebiete überprüfen und allenfalls ergänzen. (agl)

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