Notkredite

Möglicher Betrug bei Corona-Krediten: Im Kanton laufen vier Strafverfahren

Betrüger versuchen Kapital aus der Corona-Pandemie zu schlagen. Die Solothurner ermittelt in 4 Fällen wegen mutmasslichem Covid-19-Kreditbetrug. (Symbolbild)

Betrüger versuchen Kapital aus der Corona-Pandemie zu schlagen. Die Solothurner ermittelt in 4 Fällen wegen mutmasslichem Covid-19-Kreditbetrug. (Symbolbild)

Im Kanton Solothurn laufen momentan vier Strafverfahren wegen möglichen Betrugs in Zusammenhang mit der Vergabe der Notkredite.

Aufgrund der Schutzmassnahmen im Frühling hatten viele Geschäfte im Kanton plötzlich mit Umsatzeinbussen zu kämpfen. Damit die Unternehmen trotz Umsatzeinbussen ihre laufenden Fixkosten decken konnten, stellte der Bundesrat den Unternehmen Überbrückungskredite zur Verfügung.

Bis zum 31. Juli konnten Unternehmen bei ihren jeweiligen Banken Kredite in Höhe von maximal 10 Prozent ihres Jahresumsatzes beantragen. Die Banken waren dazu angehalten, die Kredite schnell und unkompliziert zu vergeben.

Dieses schnelle und unkomplizierte Vorgehen machten sich auch Betrüger zu Nutze. Im Kanton Solothurn laufen momentan vier Strafverfahren wegen möglichen Betrugs in Zusammenhang mit der Vergabe der Notkredite. Das teilt die Solothurner Staatsanwaltschaft auf Anfrage mit.

Im Zentrum stehen laut der Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen Betrug und Urkundenfälschung. Insgesamt beträgt die mögliche Schadenssumme 482'500 Franken. Dazu, welche Branchen am meisten betroffen sind, kann laut der Staatsanwaltschaft keine Einschätzung vorgenommen werden. (rba)

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