Spielzeit 2020/21
Mit Zuversicht in die kommende Spielzeit: Das neue Tobs-Progamm steht

Theater und Orchester Biel Solothurn Tobs stellt die Spielzeit 2020/21 vor. Mit Bewährtem und Überraschendem.

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Eine der unvergesslichen Inszenierungen der vergangenen Saison: «Peer Gynt» mit Aaron Hitz (links).

Eine der unvergesslichen Inszenierungen der vergangenen Saison: «Peer Gynt» mit Aaron Hitz (links).

Joel Schweizer

Mitten im turbulenten von vielen coronavirusbedingten Absagen geprägten Abschluss der Saison 2019/20 blickt Theater Orchester Biel Solothurn Tobs doch voller Zuversicht in die kommende Spielzeit. Intendant und Operndirektor Dieter Kaegi, Schauspieldirektorin Katharina Rupp und Konzertdirektor Kaspar Zehnder präsentieren ihr Programm für 2020/21.

Um allen Zuschauern den Besuch des Schauspiels «Romeo und Julia» trotz coronabedingtem Abbruch noch zu ermöglichen, wird dieses anstelle von «Nichts geschenkt!» ab November 2020 wieder auf dem Spielplan stehen. «Nichts geschenkt!» wird in die Saison 2021/22 verschoben.

Ebenfalls abgesagt werden muss das Sommerkonzert des Sinfonie Orchesters Biel Solothurn beim Lake-Live-Festival, es wird nach Möglichkeit an anderer Lokalität stattfinden. Das Konzert in der Attisholz-Arena bleibt unverändert im Programm.

Sommerkonzerte in der Region

Zur Saisoneröffnung präsentiert das Sinfonie Orchester Biel Solothurn seine traditionsreichen Sommerkonzerte an verschiedenen Orten in der ganzen Region. Zum besonderen Highlight verspricht der Crossover-Event mit der Berner Rock-Band «Kummerbuben» zu werden. Das Programm der Sinfoniekonzerte wird umrahmt von zwei der wichtigsten Sinfonien Ludwig van Beethovens, dessen 250. Geburtstag gefeiert wird: Im September bringt das Sinfonie Orchester Biel Solothurn die monumentale Neunte in Biel, Solothurn, Murten und St. Gallen zur Aufführung; zum Saisonabschluss erklingt im Juni 2021 die fünfte Sinfonie unter keinem Geringeren als Bertrand de Billy. Dazwischen bietet das Orchester ein Programm mit Sinfonie-, Kammermusik-, Bébé-, Schüler- und Neujahrskonzerten.

Die Schauspielsparte eröffnet ihre Saison 2020/21 mit Friedrich Dürrenmatts schwarzhumoriger Komödie «Die Panne». Als deutschsprachige Erstaufführung folgt «Le Trip Rousseau» von Dominique Ziegler. Wie bereits bei der erfolgreichen Vorgänger-Produktion «Der Weg ins Morgenland» ­inszeniert Robin Telfer ein ­weiteres Stück des Genfer ­Dramatikers.

Mit «All you can be!» widmen sich Max Merker und Aaron Hitz den Gestalten und Geschichten der Commedia dell’Arte. Auf die eingangs erwähnte Wiederaufnahme von «Romeo und Julia» folgt Johann Wolfgang von Goethes Meisterwerk «Faust I». Der Puppenspieler und Regisseur Nis Søgaard erzählt die zeitlose Geschichte in einer einzigartigen Kombination aus Schauspiel, Masken- und Figurentheater. Regisseurin Deborah Epstein wurde von Peter Bichsel persönlich autorisiert, seinen Frühroman «Die Jahreszeiten» für die Tobs-Bühne zu adaptieren. Ein baufälliges Haus und der Ich-Erzähler, der darin wohnt, entführen das Publikum dieser Uraufführung in Bichsels komplexe, lustvoll-verspielte Erzählwelt. Katharina Rupp inszeniert Philipp Löhles «Die Mitwisser» als Schweizer Erstaufführung.

Von Rossini über Janacek bis Burkhard

Mit Gioachino Rossinis rasantem Belcanto-Spass «L’italiana in Algeri» startet die Oper in die Spielzeit 2020/21. Der brillant vertonte Kampf zwischen den Geschlechtern und den Kulturen wird dirigiert von Franco Trinca. Als besonderer Leckerbissen steht darauf die Oper «Casanova in der Schweiz» von Paul Burkhard auf dem Programm. In dieser 1943 uraufgeführten Trouvaille setzt der Schweizer Komponist die historisch verbürgten Abenteuer des berühmten Liebhabers in und um Solothurn in Musik um. Am Dirigentenpult steht Kapellmeister Francis Benichou, es inszeniert Georg Rootering.

In Leoš Janáčeks erster Oper «Šárka» steht die böhmische Volkssage um die mythische Kriegerin Šárka und deren unglückliche Liebe zu einem verfeindeten Krieger im Zentrum. Es ist die zweite Zusammenarbeit von Intendant Dieter Kaegi (Regie) und Konzertdirektor Kaspar Zehnder.

Es folgt Giacomo Puccinis selten gespieltes Frühwerk «Edgar». Dirigent Manlio Benzi und Regisseur Pierre-Emmanuel Rousseau bringen die mitreissende Geschichte um Liebe, Verrat und Eifersucht auf die Bühne. Mit Jean-Philippe Rameaus «Zaïs» macht ein Meisterwerk des französischen Barock - unter der Leitung von Andreas Reize - den Abschluss der Opernsaison. Im Programm für junges Publikum kommt es zum Wiedersehen mit der beliebten Weihnachtsproduktion «D’Zäller Wiehnacht». (mgt/frb)

Weitere Infos: www.tobs.ch