Buch
Mit Solothurner Bauernhäuser endet die Buchreihe «Bauernhäuser der Schweiz»

Das Buch «Die Bauernhäuser des Kantons Solothurn» vollendet eine 39 Bände umfassende Buchreihe, welche die Schweizerische Gesellschaft für Volkskunde begründet und während mehr als 50 Jahren begleitet hat.

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Der Sennhof Chambersberg in der Gemeinde Hägendorf liess Hans Kamber um 1635/40 ein eingeschossiges Sennhaus mit Strohdach errichten, das 1814 von Heinrich Dobler aufgestockt und neu eingedeckt wurde.

Der Sennhof Chambersberg in der Gemeinde Hägendorf liess Hans Kamber um 1635/40 ein eingeschossiges Sennhaus mit Strohdach errichten, das 1814 von Heinrich Dobler aufgestockt und neu eingedeckt wurde.

Alois Winiger

Das Reihenwerk «Die Bauernhäuser der Schweiz», das 1965 mit Herausgabe des Bandes Graubünden begann, wird nun mit dem Bauernhausband Solothurn abgeschlossen, wie eine Medienmitteilung des Kantons Solothurn mitteilt. Die Hauptautoren Roland Flückiger-Seiler, Benno Furrer, Doris Huggel und Pius Räber stellen faszinierende Lebenswelten des ländlichen Kantons Solothurn mit einprägsamen Hauslandschaften vor.

Die Vielfalt der Bauernhäuser im Kanton Solothurn ist bemerkenswert. In dreizehn Kapiteln werden die Hauslandschaften und ländlichen Siedlungen sowie die regionaltypische Entwicklung der Bauernhäuser dies- und jenseits der Juraketten vorgestellt. Faszinierend sind die Senn- und Berghöfe in ihrer Entstehungsgeschichte, ihren Lebenswelten und den hier erstmals dargestellten Bezügen zur Alpwirtschaft der Zentralalpen.

Weitere Kapitel befassen sich mit den bäuerlichen Nebenbauten, mit der Entwicklung der Strohdachhäuser, mit den Hochstudbauten und den Aussiedlerhöfen des 20. Jahrhunderts. Walter Gfeller stellt den reichhaltigen Dekor an Hausfassaden im Bucheggberg und im Wasseramt vor, der in seiner Vielfalt dem benachbarten Berner Seeland nahesteht und sich markant von den übrigen Regionen des Kantons Solothurn abhebt.

Nicht zu kurz kommen die Themen Vorratshaltung, Kochen, Wohnen und die Wasserversorgung. Aus Prozessakten zu Mord und Brandstiftung ergeben sich, nebst bekannten, auch verborgene Seiten des bäuerlichen Alltagslebens. In 23 Hausmonografien werden typische Beispiele aus allen Regionen des Kantons, mit Bau- und Besitzergeschichte vorgestellt. Über 900 Abbildungen illustrieren die vielgestaltigen Hauslandschaften des Kantons. Erstmals können detailreiche, historische Aquarelle und Zeichnungen präsentiert werden, die Einblick geben in das damalige Baugeschehen. (mgt)

Weitere Informationen

Die öffentliche Vernissage findet am 5. Dezember 2019 um 17 Uhr im Glassaal der Fachhochschule Nordwestschweiz in Olten statt.

Das Buch «Die Bauernhäuser des Kantons Solothurn» ist reich illustriert und umfasst 576 Seiten. Es ist erhältlich beim Lehrmittelverlag Solothurn, kdlv@sk.so.ch, 032 627 22 22 oder in der Buchhandlung. Preis: CHF 95.-, zzgl. Versandpauschale.

Das Projekt www.Bauernhausforschung.ch