Solothurn-Moutier
Mit einem neuen Komitee geht's weiter im Kampf für die Eisenbahnlinie

Das Komitee «Weissensteintunnel erhalten» will sich für die Rettung der Moutier-Bahnlinie einsetzen. Diese soll eigentlich nur noch bis 2016 benutzt werden können. Deshalb will das Komitee an seiner Gründungsversammlung neue Massnahmen besprechen.

Alois Winiger
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Pendler aus dem Thal treffen per Bahn in Solothurn ein. Das soll auch weiterhin möglich sein.

Pendler aus dem Thal treffen per Bahn in Solothurn ein. Das soll auch weiterhin möglich sein.

Tina Dauwalder

Die Thaler Gemeindepräsidentenkonferenz hat beschlossen, ein Komitee mit dem Namen «Weissensteintunnel erhalten» zu gründen. Alle Thalerinnen und Thaler sowie die engagierten Kräfte von ausserhalb der Region, die sich zur Bahnlinie Solothurn–Moutier bekennen, sind zur Gründungsversammlung am Donnerstag, 6. August, nach Gänsbrunnen eingeladen. Der Tunnel gilt als stark sanierungsbedürftig und dürfte eigentlich nur noch bis 2016 benutzt werden.

Das Komitee hat einen designierten Präsidenten: Stefan Müller-Altermatt, Gemeindepräsident von Herbetswil und Nationalrat. Mit dieser Kombination und seinen Verbindungen sei er die richtige Person dafür, befand die Präsidentenkonferenz. Den Grund, ein Komitee einzusetzen, erklärt Müller so: «Wir müssen den Druck auf andere Weise erhöhen. Die bisherigen Massnahmen haben leider nichts gebracht. Weder vonseiten des Bundes noch vonseiten der Bahnbetreiberin BLS ist ein Engagement für den Erhalt des Weissensteintunnels erkennbar.»

Aktionen – egal welcher Art

Wie sich der Druck erhöhen lässt, wird an der Gründungsversammlung das Hauptthema sein. «Das können verschiedenste Aktionen sein auf oder unter dem Weissenstein, Demonstrationen in Bern oder Aktionen auf dem politischen Parkett», sagt Müller. «Hauptsache ist, dass deutlich manifestiert wird, wie wichtig der Region die Bahn ist.» Eine Steuerungsgruppe wird sich um die Koordination der Aktionen kümmern. Der Grossteil der Aktivitäten soll auf ehrenamtlicher Basis stehen. Allfällige Auslagen will man mit Spenden und Mitgliederbeiträgen abdecken.