«Battery-Mans next Topmodel» lautete der Castingaufruf. Eine sehr fordernde Aufgabe für die Jury, haben sich doch über 60 Interessierte in unterschiedlichen Altersgruppen gemeldet. Unter den Bewerbenden befand sich auch die amtierende Miss Solothurn Irmela Sabotic.

Sie wurde ausgewählt und ist eins von sechs ausgewählten Gesichtern für die neue Plakatkampagne des Battery-Mans. Mit ihm stand sie am 16. April in Zürich gemeinsam vor der Kamera und setzte sich auf diese Weise für die umweltbewusste Wiederverwertung von Batterien ein. Zu sehen bekommen wird man die Werbung schweizweit zwischen Juni 2015 und September 2016.

«Ich wurde per Zufall auf das Casting aufmerksam»

Doch wie wurde die 23-jährige Solothurnerin überhaupt auf die Kampagne aufmerksam? Als sie sich auf einer Internetseite über diverse Wettbewerbe in der Region informierte, fiel ihr auch der Castingaufruf des Battery-Mans auf. In dessen Plakatkampagne dreht sich alles um naturschonende Wiederverwertung von Batterien. Irmela fand schon die früheren Werbespots des Battery Mans «eine mega coole Aktion», denn «hier werden die Leute richtig animiert.» Somit werde die Umwelt vor Verschmutzung geschützt.

Das Teilnahmemotto umschreibt die schöne Solothurnerin wie folgt: «Ich möchte mich für einen guten Zweck engagieren und eine schöne Zeit erleben.» Für sie ist es das erste Mal, dass sie sich für eine solche Kampagne einsetzt.

Eine der Werbungen mit Battery-Man

Eine der Werbungen mit Battery-Man

Eine Bewerbung auf gut Glück

Momentan ist die 23-Jährige zudem mitten in den Vorbereitungen für die kommende Miss Earth Schweiz Wahl am 6. Juni in Spreitenbach. Dort setzen sich alle Finalistinnen für eine gute Sache ein. «Ich war der Ansicht, dass ich es doch mal auf gut Glück probiere. Vielleicht bekomme ich die Chance mitzumachen.» Daraufhin hat sie die Anmeldung mit einem Foto und ein paar Zeilen betreffend ihrer Person abgeschickt.

Nach einem Monat habe sie am Abend völlig unterwartet einen Anruf erhalten. «Ich war gerade mit dem Auto auf dem Nachhauseweg von der Arbeit. Auf der Freisprechanlage sagte man mir, dass ich ausgewählt wurde. Ich war natürlich völlig überrascht, denn es haben unzählige Personen mitgemacht.» Sie hätte nach der Eingangsbestätigung lange nichts gehört, fügt sie hinzu. Ein Vorstellungsgespräch hätte es im Vorfeld nicht gegeben, alles lief online. Die Jury habe sich einfach unter den vielen Bewerbern für sie und fünf weitere entschieden.

Humorvoller Mann hinter Battery-Man

Die Koordination der Zeit zwischen Shooting und den laufenden Vorbereitungen zur Miss Earth Schweiz Wahl sei nicht ohne gewesen, erzählt Irmela Sabotic.

Am Nachmittag des 16. Aprils konnte sie am Shooting teilnehmen. Damit sie nicht alleine war, durfte sie ihre Schwester als Begleitung mitnehmen. Vor Ort wurde sie über den Ablauf informiert. «Ich hatte noch nicht so viel Erfahrung. Von meiner Teilnahme an der Miss Solothurn-Wahl kenne ich die Art der Shootings ein bisschen.»

Battery-Man wird vorgestellt

Battery-Man wird vorgestellt

Der Mann hinter ihrem Shooting-Partner Battery-Man kommt aus England und hat schottische Wurzeln. Er sei ein ganz humorvoller Mensch, der während den Arbeiten die ganze Zeit Witze gerissen habe, sagt die Solothurnerin. «Es het gfägt.» Durch seine aufgestellte Art sei eine Lockerheit am Set entstanden. «Die Organisatoren hätten ihn zur Repräsentation nicht besser aussuchen können.» Auch die unzähligen Fotografen und Mitarbeiter hätten zur guten Laune beigetragen und seien mit ihren Instruktionen klar und deutlich gewesen. «Man ist auf mich eingegangen, auch bei der Auswahl der Kleider. So konnte ich mich auch darin wohlfühlen.» Das Shooting war für Irmela Sabotic sehr angenehm: «Es war kollegial, stressfrei und nicht schnell, schnell, kannst gehen!»

Statt mit Auto mit dem Velo unterwegs

Sie kann sich durchaus vorstellen auch mal im TV in einem Werbespot mitzuwirken. «Ja, wieso nicht? Ist ja nicht weit entfernt von Plakat- und Fotokampagnen.» Irmela Sabotic ist keine Miss, die sich nur ablichten lässt, um die Tollste oder Beste zu sein. Sie mache Sachen, zu denen sie stehe, sagt sie. «Die Leute haben immer zwei verschiedene Meinungen. Wenn man etwas will, dann lässt man sich auch bei negativen Äusserungen nicht aus dem persönlichen Konzept bringen.»

Für die bevorstehende Miss Earth Schweiz Wahl sei es wichtig, dass die Kandidaten auch in Projekten tätig sind. Einen weiteren Schub sieht die amtierende Miss Solothurn aber durch die Battery-Man Werbung nicht. Es seien dort 11 Kandidatinnen, die sich mit ihren Qualitäten alle im Kreis der Mitfavoritinnen befinden. «Ich habe mir schon selber überlegt, wer die Chance hätte zu gewinnen. Ich kann es nicht sagen. Jede Frau setzt sich ein und hätte den Sieg verdient.»

Welche Engagements in Zukunft folgen werden, kann sie noch nicht definitiv bestätigen. «Ich sammle momentan Ideen für weitere Beiträge zur Natur.» Sie möchte sicher bei der Aktion Bike for Car mitmachen. Hier geht es darum, dass man für ein Minimum von zwei Wochen seinen Autoschlüssel abgibt und nur noch mit dem Velo unterwegs ist. «Ich arbeite in Grenchen. Der Weg ist 13 Kilometer lang. Ein Auto braucht es da nicht und ich kann den Weg mit dem Velo in Angriff nehmen.»