Rund eine Million hat sich ein heute 46-jähriger Schweizer in den Jahren 2003 bis 2009 in der Region ergaunert, indem er Urkunden fälschte, Immobinien-Investitionen vortäuschte und ein absurdes Investitionsprogramm mit dem Namen TEP-Forex-Investment verkaufte, das fantastische Renditen versprach.

Nun wurde er durch das Amtsgericht Amtsgericht Solothurn-Lebern in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen und zu einer Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt.

«Kurt N. hat seine Vorgehensweise mit den Jahren immer weiter perfektioniert und er hätte noch lange weitergemacht hätte, wäre er nicht durch die Verhaftung gestoppt worden», sagte Gerichtspräsident Rolf von Felten bei der Urteilsverkündung. «Was heraussticht, ist der systematische Missbrauch von engen Vertrauensverhältnissen.» Durch die Urkundenfälschungen waren sogar der Schwager und die Ehefrau betroffen.

«Wenn er sich in einem Teufelskreis befunden hatte, so war es der Teufelskreis des Egoismus und der Gier», fuhr der Gerichtspräsident fort. Klaus N. habe bis zuletzt mit Halbwahrheiten etwas zu vertuschen versucht und zum Beispiel mit Ausdrucken von gar noch nicht ausgeführten Zahlungsanweisungen aus dem E-Banking beweisen wollte, dass Rückzahlungen erfolgt sind.

«Vor Gericht sahen wir denselben Menschen, der die Taten begangen hat. Einsicht und Reue sind nicht zu erkennen und das Verharren im Beschönigen wirkt sich straferhöhend aus.»

Die etwas mehr als 100 000 Franken, die konfisziert werden konnten, werden unter den Geschädigten Anteilsmässig aufgeteilt.