Mike Müller, was dachten Sie, als Sie die Post der Solothurner Regierung erhielten?

Mike Müller: Im Ernst. Zuerst dachte ich an eine alte, vielleicht unerledigte Steuersache und hatte kein gutes Gefühl. Als ich das Couvert aber öffnete, war ich wirklich sehr erfreut. Normalerweise bekommen ja Schriftsteller oder bildende Künstler solche Preise. Im schnelllebigen Unterhaltungsbusiness ist das eher selten der Fall. 

Mike Müller gewinnt Solothurner Kunstpreis

Mike Müller gewinnt Solothurner Kunstpreis

Nehmen Sie den Preis an?

Bisher hab ich ja die Grafik der Einladungskarte nicht gesehen. Aber ich denke schon, schliesslich gefällt mir die Grafik des Checks.

Wie sind denn eigentlich ihre Solothurner Wurzeln. Da gibt es viele Orte, die sich Ihren Namen auf die Fahne schreiben.

Meine Eltern stammen aus Balsthal, wo ich oft bei den Grosseltern in den Ferien war. Aufgewachsen bin in Zuchwil, Trimbach und Wisen. Schwimmen gelernt habe ich in Zuchwil, küssen in Olten.

Und jetzt wohnen sie in Zürich.

Ja. Das hat vor allem praktische, berufliche Gründe.

Halten Sie noch Kontakt zu den Oltner Freunden?

Ja. So oft es geht, treffe ich mich mit meinen alten «Theatergruppe»-Kollegen.

Findet Ihr Preis wohl am Sonntagabend Niederschlag im Programm von «Giacobbo/Müller»?

Das denke ich weniger. Wir machen eher selten unser eigenes Leben zum Inhalt des Programms. Doch, um eine gute Pointe zu bekommen, ist alles möglich.

Und was kann man als Nächstes von Ihnen sehen?

Ich arbeite an einem Kabarettprogramm zur A1. Da schlüpfe ich in unterschiedliche Personen auf der Autobahn. Auch Solothurner.