Obwohl es für verschiedene kleinere Delikte Freisprüche gab, muss der 53-jährige Schwiegervater für vier Jahre ins Gefängnis, der 31-jährige Schwiegersohn für dreieinhalb Jahre.

«Das Metier der Gewalt war ihr Lebensinhalt», sagte Amtsgerichtspräsident Rolf von Felten in der Urteilsbegründung. «Indizien und Zeugenaussagen lassen darauf schliessen, dass es keine Anstellung als Security gab.» Insbesondere die Handyortung habe ergeben, dass der Schwiegervater fast nie in der fraglichen Bar war. Der Schwiegersohn sei zwar ab und zu dort gewesen, aber nur um zu trinken.

«Es ist ausgeschlossen, dass die beiden vom Arbeitsgericht auch nur einen Franken zugesprochen erhalten hätten. Die mit Videos dokumentierten Tätlichkeiten zeigen ganz klar, wer hier das Sagen hatte. Es waren die Beschuldigten die befahlen und nicht die Barbetreiber.»

Das Gericht entschied weiter, dass die auf dem Konto des Schwiegervaters beschlagnahmten 20'000 Franken für die Verfahrenskosten verwendet werden. (hps)