«Bedroht das Erdmandelgras den Ackerbau im Kanton Solothurn?» lautete die Frage in einer überparteilichen Interpellation. Die Antwort ist: und ob. Der Neophyt ist bereits weit verbreitet und kann beim Mais Ertragseinbussen bis zu 60 Prozent, bei Kartoffeln und Zuckerrüben sogar Totalausfälle verursachen.

In der Diskussion im Kantonsrat erntete der Regierungsrat von allen Seiten Lob dafür, dass er die Gefahr erkannt habe und Strategien zur Bekämpfung des Schädlings entwickle. Beim Bund hingegen nehme man die Verantwortung überhaupt nicht wahr, kritisierte etwa Edgar Kupper (CVP, Laupersdorf).

Man beisse in Bern auf Granit, sagte auch Volkswirtschaftsdirektorin Brigit Wyss. Sie stellte in Aussicht, dass der Kanton in Eigenregie eine Meldepflicht für befallene Flächen einführt. Denn nur wenn diese bekannt sind, kann die Verschleppung des Unkrautes verhindert werden. (mou)