Zunahme durch Revitalisierung

Mehr Menschen, mehr Müll: Kanton und Gemeinden kämpfen gegen Littering an der Emme

Die Revitalisierung der Emme verschlimmert die Litteringproblematik an den Ufern. Kanton und Gemeinden kämpfen zusammen dagegen.

«Revitalisiert» wurde die Emme in den vergangenen Monaten – Schutzbauten wurden erneuert, um Hochwasser künftig zu verhindern. Gleichzeitig wurden Ufer erweitert und verschönert. Das zieht mehr Leute an. Und das bringt mehr Müll mit sich: Seit der Ufererneuerung wird an der Emme verstärkt gelittert. Um zu besprechen, wie man dem entgegenwirken könnte, lud die Repla espace Solothurn am Mittwoch zum Anlass «Litteringbekämpfung im Raum Aare und Emme».

Das eingangs erwähnte Revitalisierungsprojekt wurde vor fünf Jahren vom Amt für Umwelt ins Leben gerufen. Schon bei der Planung wusste man: Das Littering an der Emme wird sich dadurch noch verschlimmern. «Die schöneren Plätze ziehen mehr Leute an», so Roger Dürrenmatt vom Amt für Umwelt. Diese benutzten das Ufer zum Teil als eine Art «erweiterten Garten» und liessen beim Gehen oft ihren Müll dort liegen.

Erhaltung der Natur im Fokus

Aus diesem Grund haben sich die Zuständigen von Anfang an damit befasst, was man gegen das Problem unternehmen könnte: «Wir haben uns überlegt, wo wir die Erhaltung der Natur in den Fokus stellen möchten und wo das Erlebnis für die Menschen wichtiger sein soll», erklärte Dürrenmatt. An den Stellen, die für das «Erlebnis» gedacht sind, sollen ab nächstem Sommer Infrastrukturen wie ToiTois zur Verfügung gestellt werden, um das Baden oder Feiern angenehmer zu gestalten.

Aber auch um den bereits jetzt an den Ufern zurückgelassenen Müll wird sich gekümmert: Die Repla espace Solothurn, die bereits seit 18 Jahren gegen das Litteringproblem an Emme und Aare kämpft, arbeitet mit den Organisationen ProWork und Perspektive Solothurn Grenchen zusammen, um den Müll einzusammeln.

, meint Matthias Reitze, Geschäftsführer der Repla. «Und wir sind da, wenn es uns braucht.»

Für seine Arbeiten ist der Verein allerdings auf die Unterstützung der umliegenden Gemeinenden angewiesen. «Littering ist in allen Gemeinden ein Thema», sagt Reitze. «Es liegt nun an ihnen, uns Geld und Arbeitskräfte zur Verfügung zu stellen, um dem Problem entgegenzuwirken.»

Die Beteiligten zählen auf eine gute Zusammenarbeit zwischen Kanton und Gemeinden, um im Kampf gegen Littering an der Emme erfolgreich zu sein.

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