Gesundheit

Mehr Grippe-Fälle im Kanton Solothurn erwartet

Viele Grippe-Kranken lindern derzeit die Symptome mit Medikamenten

Viele Grippe-Kranken lindern derzeit die Symptome mit Medikamenten

Obwohl die Ausbreitung der Grippe vorerst gestoppt ist, gibt es noch keine Entwarnung. Das Bundesamt für Gesundheit meldet für den Kanton Solothurn eine steigende Tendenz.

Schweizweit gesehen ist die Ausbreitung der Grippe vorerst gestoppt: In der vergangenen Woche nahm die Zahl der Arztbesuche wegen Grippe erstmals in diesem Jahr nicht weiter zu. Gemäss Hochrechnung des (BAG) konsultierten in der vergangenen Woche pro 100'000 Einwohner 449 Personen wegen Grippesymptomen einen Arzt oder eine Ärztin. Im Vergleich zur Vorwoche ist die Rate damit in etwa konstant, wie das BAG am Mittwoch auf seiner Internetseite schrieb. In den Wochen davor hatte die Grippeaktivität stark zugenommen.

In allen Regionen treten die Grippeviren aber nach wie vor weit verbreitet auf. Auch im Kanton Solothurn: Das BAG beobachtet hier eine steigende Tendenz bei der Zahl der Grippefälle.

Besonders viele Menschen zwingt die Grippe derzeit in den Kantonen Graubünden und Tessin ins Bett. Am stärksten betroffen sind weiterhin vor allem Kinder. 

Schwellenwert seit sechs Wochen überschritten

Schweizweit ist der epidemische Schwellenwert, der für die Saison 2014/2015 bei 70 Grippeverdachtsfällen pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohnern liegt, inzwischen seit sechs Wochen überschritten. Der letztjährige Höchststand wurde bislang jedoch nicht erreicht.

Auf internationaler Ebene stuften in der sechsten Woche des Jahres 2015 insgesamt 24 der 42 meldenden Länder die Intensität der Grippeaktivität als mittelhoch ein. Acht Länder, darunter Deutschland und Italien, verzeichneten eine hohe Grippeaktivität, Luxemburg sogar ein sehr hohe. (sda)

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